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600 Jahre Stadt Erkelenz 1926 - Festverlauf

26.06.1926 bis 28.09.1926

Vorbemerkung

Das Jahr 1926 war für die Stadt Erkelenz ein besonderes Feierjahr. Zum einen zogen die allierten Besatzungstruppen Anfang des Jahres ab. Seitens der Stadt wurde die Befreiung durch ein großes Fest mit Fackelzug gefeiert. Zum anderen beging die Stadt in diesem Jahr ihr 600-jähriges Bestehen der Stadtrechte. Die Festivitäten zu diesem Anlass wurden bereits ab dem Jahre 1924 sehr detailliert vorbereitet, was in dem Artikel „Erkelenz 1926 Befreiung und 600 Jahre Stadtrechte, die große Feier“ beschrieben wurde.

Hier sollen die Veranstaltungen selbst im Mittelpunkt stehen.

Festverlauf

© Stadtarchiv Erkelenz | Festhalle Gerhard-Welter-Strasse
Festhalle 1926

Spricht man von einem Festverlauf, so denkt man in erster Linie an den Verlauf eines bestimmten Tages. Die 600-Jahr-Feier erstreckte sich aber über einen Zeitraum von Juni bis September 1926. Einen Schwerpunkt der Feierlichkeiten erfolgte in der Festwoche vom 26. Juni bis zum 4. Juli 1926, in der an jedem Tag unterschiedliche Veranstaltungen stattfanden. Bis zum September zeigten einzelne Vereine durch Großveranstaltungen ihre Verbundenheit zur Stadt Erkelenz. Zu nennen ist da die Tagung der Westdeutschen Gesellschaft für Familienforschung am Wochenende vom 10. bis 11. Juli, das Gauturnfest des Turngaus Mönchengladbach vom 18. bis 25. Juli, ein Großflugtag am 8. August, das Kreisfeuerwehr-Verbandsfest am 15. August und mehrere Ausstellungen etwa der Kreishandwerkerschaft ab dem 1. August und der landwirtschaftlichen Lokalabteilung vom 26. bis 28. September 1926.

Gemeinsam war allen Veranstaltungen, den Stolz auf die Stadt Erkelenz zu zeigen. Dies wurde durch zahlreiche Umzüge, durch festlich geschmückte Straßen, Festreden, die angesichts der Befreiung von den Besatzungstruppen vom patriotischen Stolz geprägt waren, und vor allem durch Bälle und Festbankette in der neu errichteten Festhalle gezeigt. Gerade das Feiern schien der Erkelenzer Bevölkerung nach den Jahren mit Repressalien und Unterdrückung ein Ausdruck ihrer Freiheit zu sein.


Festwoche vom 26. Juni bis zum 4. Juli 1926

Samstag, 26. Juni 1926:

Die Festivitäten der Festwoche wurden durch Böllerschüsse eingeleitet, Mit Musikbegleitung zog man vom Bahnhof zum Markt. Dort das neu gestaltete Kriegerdenkmal unter Mitwirkung des Musikvereins und des Städtischen Gesangvereins Eintracht der Stadt Erkelenz übergeben. Dazu hielt das Mitglied des Kreisausschusses, Hauptlehrer Jäger, eine Rede, in der er die heldenhaften Taten des Heeres und besonders der Gefallenen des letzten Weltkrieges und die Verpflichtung der Bevölkerung, diesen Helden zu gedenken, hervorhob.

© Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. | 1926 Kriegerdenkmal
Kriegerdenkmal 1926 auf dem Marktplatz Vor dem I. Weltkrieg stand anstelle des Obelisken eine Bronzestatue von Kaiser Wilhelm I auf dem Sockel. Diese war wegen des Krieges zu Munition eingeschmolzen worden.
Kriegerdenkmal im Jahre 2026

Die Rede entstammt dem Erkelenzer Kreisblatt vom 13.07.1926.

Die Stadt Erkelenz beginnt heute in feierlicher Weise ihr großes Jubiläum. Die festlich geschmückten Straßen, die froh gestimmten Menschen, die helle Begeisterung, die aus jedem Auge leuchtet, geben Zeugnis von dem festen Band, das die Bürgerschaft mit ihrem altehrwürdigen Heimatorte verknüpft. Auch das Land nimmt lebhaft Anteil an den Veranstaltungen. Freunde und Gäste von nah und fern eilen herbei, um mit den Bürgern der Stadt gemeinsam das große Familienfest zu feiern, um sich zu erbauen an echtem Bürgersinn und aufs neue Heimatliebe zu wecken und zu beleben.

Wäre aber eine solche Feier wohl denkbar, wenn in dem letzten, furchtbaren Weltkriege unsere Gauen zum Kriegsschauplatz geworden wären, wenn die feindlichen Kriegsvölker unsere heimatlichen Gefilde überflutet hätten und Stadt und Dorf in öde Trümmerhaufen verwandelt worden wären? Gewiss nicht.

Wer hat unsere Heimat vor diesem grauenhaften Schicksal bewahrt? Das war das brave deutsche Heer! Erka, du starke Beschützerin dieser Gemarkung! Höre! Es waren auch deine Söhne, die deine Stadt und den Kreis beschützten! Es waren die wackeren Männer und Jünglinge der Erkelenzer Lande, aus Stadt und Dorf, die, vereint mit jenen aus dem ganzen deutschen Reich in der Stunde der Gefahr todesmutig an die bedrohten Grenzen eilten und mit ihrer Heldenbrust einen lebendigen Wall bildeten, um die Heimat, den heimischen Herd, um Frau und Kind und Familie zu schützen. Nicht in hohen, schönen Worten nur und begeisterten Liedern zeigten sie ihre Heimatliebe, nein, mit ihrem warmen Herzblut, mit ihrem kostbaren Leben besiegelten sie die Treue zur heimatlichen Scholle. So zeigten sie sich ihrer Väter würdig, die im Laufe der Jahrhunderte so oft zum Schutze ihrer Vaterstadt bereit gewesen sind, alles, Gut und Blut zu opfern.

Und gerade darum ist das große Jubiläum der Stadt gar nicht denkbar, ohne daß wir zuerst in tiefer Dankbarkeit all derer gedenken, die in heldenmütiger Weise für Heimat und Vaterland ihr Leben ließen. Ohne diese Helden, keine freie glückliche Heimat, und deshalb: Ohne dankbares Gedenken der Helden – kein frohes Jubelfest.

So haben wir gerade heute, vor Beginn des Festes uns hier versammelt, um öffentlich ein Bekenntnis dieser Dankesschuld abzulegen. Darum ist dieser Denkstein gerade heute errichtet worden als bleibende Mahnung für alle Zeiten, für uns und die kommenden Geschlechter. Und gerade dieser der Marktplatz, die Nähe des Gotteshauses ist so recht geeignet, diesen Mahnstein zu tragen, diesen Prediger, der allen Vorübereilenden die Pflicht der Dankbarkeit ins Herz prägen soll.

Die Kreisvertretung hat darum die Anregung der Stadtverwaltung freudig begrüßt, das Denkmal, das sich an diesem Platze zum Gedächtnis der Gefallenen früher Kriege befand, neu aufzurichten und zu verbinden mit einem Zeichen der Dankbarkeit für die Helden des Weltkrieges. Zwar ist es nur ein schlichter Stein, den wir hier errichtet haben. Aber gerade dieses einfache Monument sei uns ein Symbol, daß wir die Größe unserer Dankesschuld gar nicht darzustellen vermögen.

Wie aber können wir in rechter Weise unsere Dankesschuld gegen die Gefallenen abtragen. Etwa nur durch Klagen und Tränen? Das wäre der Helden und ihres Opfers unwürdig. Sie erwarten mehr von uns, viel mehr. Sie erwarten von uns allen, von einem jeden die Fortsetzung ihres Werkes. Nicht auf blutigem Schlachtfelde, mit der Waffe in der Hand sollen wir jetzt für unsere Heimat kämpfen, Gott gebe, daß diese Zeiten für immer vorbei sind, sondern an dem Orte, wo unser Beruf uns hingestellt hat, indem wir die Pflichten unseres Berufes in der gewissenhaftesten und treuesten Weise erfüllen. Wenn wir in ernster Arbeit, in Einigkeit, frei von Haß und Argwohn, von Neid und Missgunst, von Lieblosigkeit und Selbstsucht streben und schaffen, dann dienen wir dem Vaterlande in der besten Weise. Und wenn wir echten Familiensinn pflegen und fördern, unsere Jugend erziehen zur Achtung vor der Autorität, sie frei halten von Laster und Verführung, dann folgen wir den Helden nach in ihrer Liebe zur Heimat, dann leisten wir dem Vaterlande den besten Dienst.

Und nun ihr Helden, die ihr in unsichtbarer Weise teilnehmet an unserm Tun, uns umschwebt, höret unser Gelöbnis: „Euere Namen, euere Taten sollen unvergesslich bleiben. Euer Blut, das ihr für das Wohl der Heimat vergossen habt, soll nicht vergeblich geflossen sein. Es soll unsere Vorsätze befruchten und stärken. Wir wollen in Einigkeit und Duldsamkeit alle miteinander alles daransetzen, um unser Vaterland von seinem tiefen Falle wieder aufzurichten in ernster Arbeit zum Wohle des Ganzen. Wie euch, so ist auch uns das Vaterland, die Heimat das Höchste. Die Heimat über alles.“

Und nun laßt uns in dieser ernsten Stunde das Haupt entblößen und still einige Minuten dem Gedächtnis der Toten widmen.

Nach der Übergabe zog man unter dem festlichen Geläute der Glocken aller Stadtkirchen zur Festhalle, in der ab 20 Uhr ein Festbankett in Anwesenheit der Behörden und auswärtiger Gäste unter Mitwirkung des Städtischen Gesangvereins Eintracht, des Turnvereins Erkelenz und des Musikvereins stattfand.


Sonntag, 27. Juni 1926:

© Stadtarchiv Erkelenz | Besichtigung Heimatmuseum Weihbischof Hammels
Weihbischof vor Museum

Der Sonntag, an dem die Hauptfestlichkeiten stattfinden sollten, begann regnerisch, so dass der Kölner Weihbischof Dr. Hammels nur im Kirchenportal abgeholt werden konnte. Nach dem feierlichen Gottesdienst mit Gräbersegnung gingen die Ehrengäste der „Reichs-, Staats- und Provinialbehörden“1 zum Rathaus, um einer Sondersitzung des Stadtrates beizuwohnen. Auf dieser Sitzung beschloss der Stadtrat eine Unterstützung für Bedürftige, eine Stiftung zur Förderung begabter Jugendlicher, die Änderung von Straßennamen und verlieh einigen Personen das Ehrenbürgerrecht.

© Stadtarchiv Erkelenz | Rat und Ehrengäste nach feierlicher Ratssitzung

Der Aachener Anzeiger beschreibt die Beschlüsse des Stadtrates in einem Artikel vom 28.06.1926:

1. Zur Verteilung an die Bedürftigen der Stadt, insbesondere der kinderreichen Familien, wird ein Betrag von 3000 Mark zur Verfügung gestellt.

2. Unter der Bezeichnung Jubiläumsstiftung aus Anlass der Sechshundert-Jahr-Feier der Stadt am 27. Juni 1926 werden zur Verfügung gestellt: 300 Mark jährlich zur Förderung der weiteren Fortbildung tüchtiger junger Leute des Handwerks- und Kaufmannsstandes aus der Stadt Erkelenz; ferner eine Freistelle jährlich am Gymnasium für einen fleißigen, würdigen und bedürftigen Schüler der Stadtgemeinde.

3.Mehrere Straßen werden mit geschichtlichen Namen belegt. (Freiheitsplatz, Gerhard Welter Strasse, Goswin Strasse, Graf Reinald Strasse und ERKA Strasse)

4. In Anerkennung ihrer Verdienste um die Stadt und die Bürgerschaft wird das Ehrenbürgerrecht verliehen: Oberpfarrer Kamp, Landrat Dr. von Reumond, Notar Wilhelm Meyer.

Nach der Sitzung wurde im Alten Rathaus das Erkelenzer Heimatmuseum eröffnet. Der Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins, Landrat v. Reumont hielt die Begrüßungs- und Vorstellungsrede. Museumsdirektor v. Kuetgens aus Aachen erklärte den Aufbau der Ausstellung und einzelne Exponate. Nach den Reden erfolgte ein Rundgang durch das Museum.

Der Vormittag wurde durch ein gemeinsames Frühstück im Schwarzen Adler beschlossen.

Der Nachmittag stand ganz unter dem Zeichen des Festumzugs, der ab 14:30 h durch die Straßen der Stadt zog. 16 Gruppen mit 500 Beteiligten zogen in historischen Kostümen durch die festlich geschmückte Stadt. Dabei stellte jede Gruppe eine wesentliche Epoche der Erkelenzer Geschichte dar.

Zugfolge:

Gruppe 1: 4 Fanfarenbläser (Kavallerieverein)
Gruppe 2: Erkelenz zur Römerzeit (Freiwillige Feuerwehr)
Gruppe 3: Die Gründung von Erkelenz (Schwimmverein)
Gruppe 4: Verleihung der Stadtrechte (Turnverein)
Gruppe 5: Das Schöffenmahl (Gesellschaft „Alt Erkelenz“ mit Musikbegleitung)
Gruppe 6: Kaiser Karl V. in Erkelenz. 1540 (Ortschaft Oestrich)
Gruppe 7: Gruppe junger Mädchen in den Farben der Stadt (Höhere Mädchenschule)
Gruppe 8: Belagerung der Stadt. 1674 (Dilettantenverein Erka)
Gruppe 9: Belagerungsgeschütz (Artillerieverein)
Gruppe 10: Zug reisender Kaufleute (Kalb. Kaufmännischer Verein)
Gruppe 11: Die Erkelenzer Zünfte und Gilden (Gesellenverein mit Trommelkorps)
Gruppe 12: Die Huldigung vor dem Kurfürsten. 1753 (Städt. Gesangverein Eintracht)
Gruppe 13: Einzug des Prinzen Ferdinand von Braunschweig in Erkelenz am 25. Juli 1758 (Reit- und Fahrverein des Kreises Erkelenz)
Gruppe 14: Einzug der rheinischen Jäger (Ende der Franzosenzeit unter Napoleon; Verein gedienter Jäger und Schützen)
Gruppe 15: Hochzeitsreise )Eifelverein Erkelenz)
Gruppe 16: Die junge Industrie (Firma Alfred Wirth & Co.)

Zugweg: (bei Namensänderungen stehen die heutigen Namen in Klammern)

Vom Barackenlager (Gerhard-Welter-Straße) durch die Hindenburgstraße (Kölner Straße) bis zum Markt,
Franzstraße (Aachener Straße vom Markt zur Kirchstraße), Aachener Straße, Granterather Chaussee (Aachener Straße ab Tankstelle),
hier zurück durch Aachener Straße, Franziskaner Markt, Gasthausstraße, Johannismarkt, Kirchstraße, Franzstraße,
Brückstraße, Oestrich, Buscherhof (dort 10 min Pause),
Oerather Straße (Teil der Burgstraße), Burgstraße, Johannismarkt, An der Kirche (Straßenteil zwischen Markt und Johannismarkt), Hindenburgstraße (Kölner Straße) bis zur Post, Hermann-Josef-Straße (Hermann-Josef-Gormanns-Straße), Glück-Auf-Straße bis Finanzamt, Vereinsstraße (Anton-Heinen-Straße) zurück durch Mühlenstraße, Kaiserstraße (Theodor-Körner-Straße), Alleestraße (Anton-Raky-Allee) zu den Baracken.

© Openstreetmap contributors | Wolfgang Lothmann | Zugweg in Karte 2026
Zugweg in aktueller Karte © Openstreetmap contributors

Nach dem Festzug erfolgte um 18:00 h ein Festakt in der Festhalle, bei dem Bürgermeister Spitzlei allen Beteiligten an der Vorbereitung dankte, insbesondere Leo Sels als „Urheber der Idee des Zuges“ und Joseph Gaspers und seine Mitautoren für die Erstellung des Geschichtswerkes. Nach dem Festakt wurde das vom Dilletantenverein Erka aufgeführte Heimatspiel „Der Schöffe von Erkelenz“ aufgeführt. Auf Anregung von Leo Sels hatte Professor Freiherr von Capitaine, Pfarrer von Junkersdorf, die Geschichte des Schöffen Gerhard Welters und des Überfalls kurkölnischer und französischer Soldaten auf Erkelenz im Jahre 1764 in ein fünfaktiges Bühnenwerk gefasst. Dass gerade diese historische Episode für die Aufführung ausgewählt worden war, war natürlich nach dem verlorenen Weltkrieg gegen den „Erbfeind“ kein Zufall.


Das Erkelenzer Kreisblatt fasst in seiner Ausgabe vom 27.03.1926 den Inhalt des Werkes wie folgt zusammen:

Der erste Akt führt uns in den Rathaussitzungssaal. Die Vorbereitungen zu einer Stadtratssitzung werden getroffen, zu der der Stadtschreiber Wilhelm Ludolf Vogel die Akten ordnet. Der Bürgermeister Gerard Sudderath ist krank, für ihn führt der erste Schöffe, Gerard Welters, die Verwaltung. Wie Welters den Rathaussaal betritt, folgen ihm gleich einige Bürger, die ihn um Hülfe aus schwerer Bedrängnis bitten. Trotz der Einwendungen Vogels, daß die Stadtratsmitglieder warteten und die Sitzung beginnen müsse, hört Welters erst die Klagen der armen Leute an und verspricht ihnen Abhilfe. Dann erst beginnt die Sitzung, bei deren Beginn gleich der Stadtbote erscheint und einen Mann mitbringt, der aus Glehn bei Neuß stammt und von dem Ansammeln eines kurkölnischen und französischen Heeres in der Neußer Umgebung berichtet. Unter der Führung eines Grafen von der Lippe wollten diese Truppen gegen Spanisch Geldern vorgehen und auf dem Wege nach Roermond Erkelenz einnehmen, dass sie zu einem Stützpunkt bei ihren militärischen Operationen zu machen gedächten. Diese Nachricht ruft große Bestürzung hervor. „Zum Kriegsrat wird der Stadtrat.“ Welters will nun zuerst die Meinung des Stadtrates und der Bürger wissen und bittet den Befehlshaber der spanischen Truppen in der Stadt Erkelenz, den Prinzen von Croy, wie den Kommandanten der Reitertruppen, Leutnant Tellin, zur Sitzung. Inzwischen hat sich die Nachricht von dem Herannahen des feindlichen Heeres wie ein Lauffeuer durch die Stadt verbreitet. Schon sind die umliegenden offenen Dörfer vom Feinde besetzt, und Rauch zeigt den unheimlichen Weg des Feindes an. Während Welters den Bericht der Offiziere über den Zustand der Mauern und Türme entgegennimmt und die Schöffen Mathias Küper und Karl Weiler mit dem Stadtschreiber Vogel der Ansicht sind, die Stadt müsse verteidigt und gehalten werden, erscheint eine Abordnung der Bürger, die auf dem Markte sich versammelt hatten, und fordert die Verteidigung der Stadt bis zum äußersten. Alle sind sich eins, daß die Stadt gehalten werden müsse, und unter großer Begeisterung der Anwesenden trägt der Stadtschreiber-ins Protokollbuch ein: „Am achten Mai, im Anblick der Gefahr, hat Erkelenz, Besatzung, Stadtrat, Bürger, Einmütig und einstimmig hier beschlossen, Kurköln und welsches Kriegsvolk abzuweisen und sich zu wehren bis zum letzten Mann.“

Der zweite Akt führt wieder in den Rathaussaal. Umzingelt ist die Stadt von allen Seiten, viele Flüchtlinge kamen am Abend und in der Nacht, um Schutz zu suchen. Mit dem alten Bürgermeister Sudderath sitzt Welters im Rathaussaale. Die Flüchtlinge bestürmen den ersten Schöffen, in dessen Hand die Verteidigung der Stadt liegt, mit dem Feinde zu verhandeln und die Stadt zu übergeben. Welters aber verbleibt in Ausführung des Stadtratsbeschlusses vom Tage vorher dabei, die Stadt bis zum äußersten zu verteidigen, trotzdem der Bürgermeister sich der Ansicht der Flüchtlinge anschließt und die Stadt übergeben will.

Welters ist heimlich verlobt mit der Tochter des Bürgermeisters, Johanna Sudderath. Der Vater sieht diese Verbindung nicht gerne und hat Johanna nach Aachen zu einer Verwandten gegeben, um sie dem Einflusse Welters zu entziehen. Johanna hat in Aachen von der Gefahr, in der Erkelenz schwebt, gehört und ist sofort nach Hause geeilt, um, wo es not tue, ihren Mitbürgern beizustehen. Sie hat in der Nacht die feindlichen Linien unbemerkt durchschritten. In ihrer jugendlichen Begeisterung beschwört auch sie ihren Verlobten, die Stadt zu verteidigen, und so bestärkt sie Welters noch in seinem Entschlusse.

Während dieser Unterhaltung wird ein französischer Trompeter in den Saal geführt, welcher im Namen seines Kommandanten die Übergabe fordert. Im Falle der Weigerung kündigt er die am Nachmittage einsetzende Beschießung an. Aber auch diese Drohung hält Welters nicht ab, von seiner Absicht abzulassen.

Wie am Vormittage, so ist Welters mit seinen Getreuen auch am Nachmittag wieder auf dem Rathaussaale, auf dem auch der dritte Akt spielt. Der Kampf hat mittags eingesetzt, die Stadt wird beschossen. Bis jetzt sind die Erkelenzer siegreich, während der Feind schon über 400 Tote und Verwundete hat. Mauern und Türme haben sich als unüberwindbar gezeigt, Besatzung wie Bürgerschaft wehrt sich tapfer. Mit kundiger Hand leitet Welters vom Rathaussaale her die Kampfhandlung, während Johanna die Pflege der Verwundeten übernommen hat. Bürgermeister Sudderath, der immer noch gegen Kampf und Verteidigung ist, weist seine Tochter aus dem Rathaussaale. Immer wieder und wieder bestürmen Frauen und Kinder den Schöffen, die Verteidigung abzubrechen: das Bellinghover Tor sei schon beschädigt und mehrere Häuser in der Stadt seien in Flammen aufgegangen.

Endlich zwischen 4 und 5 Uhr beschließt Welters, mit den Feinden zu verhandeln. Er läßt sich beim Bellinghovener Tor an einem Seile herunter und geht in das Lager der Feinde. Während er dort verhandelt, ist an einer Seite der Stadt Verrat geübt worden. Dem Feinde ist beim Oerather Tore Eingang in das Stadtinnere verschafft worden, und nun ergießt sich der Feinde raubende, sengende und mordende Schar in die Stadt. Graf von der Lippe erscheint auf dem Rathaussaale, wo ihm der Schöffe Welters und die Offiziere gefesselt vorgeführt werden. Aber Welters ist noch nicht entmutigt. Er weist hin auf das gute Recht der Stadt und findet stolz abweisende Worte für den Feind und schmähende für den Verräter.

Der vierte Akt spielt sich ab auf dem Marktplatze. Das gothische Rathaus, in dessen Saale die schwerwiegenden Entschlüsse gefasst wurden, hebt sich zur Rechten des Schauplatzes, im Hintergrunde ragt St. Lamberti stolzer Turm in die Lüfte. Über den Marktplatz ziehen Scharen von Männern und Jünglingen, getrieben von roher Soldatenfaust, zu den Mauern, die sie selbst schleifen sollen. Ihr Hass gegen die Feinde ist groß. Um Welters sammeln sich Ratsmitglieder, die mit ihm halten, und mit den Bürgern sinnen sie auf Rettung. Klagen über feindliche Übergriffe, über Einquartierungslasten und Beitreibungen werden laut. Vor allem jammern die Frauen, die Johanna zu trösten sucht.

Da erscheint der welsche Machthaber Graf von der Lippe und treibt die Bürger auseinander. Ein Offizier, (der sich Übergriffe erlaubt hatte) sei ermordet worden, und hierfür fordere er von der Stadt eine Buße von 7000 Reichstalern. Welters weist dieses Ansinnen stolz zurück und lässt sich auch nicht abschrecken, trotzdem der Graf die Brandschatzung der Stadt androht. Unter der Bevölkerung greift eine große Empörung Platz, und schließlich sieht der Graf sich veranlasst, abzuziehen und Welters sowie die beiden Schöffen Küper und Weiler als Geiseln mit sich zu nehmen. Während dieser Verhandlungen sind das Oerather- und Bellinghovener-Tor in die Luft gesprengt worden. Hierbei ist der alte Bürgermeister Sudderath, der angesichts der Schandtaten der Feinde anderer Gesinnung geworden und selbst mitgekämpft hatte, getötet worden. Seine Leiche wird zum Marktplatze gebracht. Johanna sinkt an der Leiche ihres Vaters zusammen, und der gefesselte Welters sucht sie zu trösten. Mit roher Faust reißen die Feinde ihn wie auch die beiden anderen Schöffen von der Leiche weg und führen sie ab.

Der fünfte Akt sieht als Schauplatz wieder den alten Markt, als Tag den 17. Mai. Mit vieler Mühe hat die Stadt die verlangten 7000 Reichsthaler von guten Leuten der befreundeten Stadt Maastricht geliehen erhalten und hinterlegt. Welters und seine Mitschöffen sind nun frei. Vergessen sind die Leiden der Belagerung und Besatzung: heute sollen die befreiten Mitbürger, die um ihrer Mitbürger willen Schmach und Leiden der Gefangenen auf sich genommen hatten, zurückkehren. Auf dem Marktplatze ist die freudig gestimmte Menge zusammengeströmt. Muntere Reigen werden aufgeführt, die Schützen ziehen auf zum Empfange der treuen Schöffen, deren Ankunft vom Oerather her gemeldet wurde. Durch das Oerather Tor ziehen sie ein, umjubelt von der Bevölkerung. Auf dem Marktplatze, wo ihn Johanna mit den Frauen begrüßt, huldigt die Stadt Welters als ihren neuen Bürgermeister. Er nimmt die Würde an und verspricht, die Stadtmauern wieder aufzubauen, die Verteidigungswerke wieder herzustellen und die Stadt neuer Blüte und neuem Wohlstande entgegenzuführen,

Die historische Unterlage zu dem vorstehend inhaltlich kurz wiedergegebenen Erkelenzer Heimatspiel „Der Schöffe von Erkelenz“ bildet die in der Chronik von Erkelenz enthaltene Beschreibung „Vom einnehmen und ausplündern dieser Stadt“. Der Verfasser des Heimatspieles hat sich an die in dieser historischen Beschreibung festgelegten Daten gehalten. Auch die Namen sind historisch wie auch die hauptsächlichsten Vorgänge des Stückes.

So wird das Heimatspiel uns zurückführen in schwere Zeiten unserer Heimatstadt, in Leben und Treiben, Gebräuche und Sitten vergangener Jahrhunderte. Wie sonderbar: Die Klagen über die Leiden durch die Besatzung, über Bedrückung und Beitreibungen, noch hallen sie in unseren Ohren wider aus selbsterlebter Zeit, und dort klingen sie zu uns herüber aus längst vergessenen Tagen! Auch wir haben Geiseln stellen und stehen müssen, auch uns wurde Geld erpresst – wie vor nun über 250 Jahren! Wahrlich, das Heimatspiel „Der Schöffe von Erkelenz“ zur 600 Jahr Feier uns geboten, werden wir innerlich miterleben können, es wird in der Reihe der festlichen Veranstaltungen eine der eindrucksvollsten werden.

Nach dem Bühnenwerk konnten die Erkelenzer in verschiedenen Lokalen der Stadt bei festlicher Stadtbeleuchtung den ereignisreichen Sonntag ausklingen lassen.


Montag, 28. Juni: 

Nach dem Seelenamt für die Verstorbenen der Pfarrgemeinde gab es von 11 bis 13 Uhr einen musikalischen Frühschoppen auf dem Marktplatz. Von 16 – 18 Uhr erfolgte ein Militärkonzert in der Festhalle, wo ab 20:00 Uhr ein großer Bürgerball gefeiert wurde.

Den munteren Gesichtern ist zu entnehmen, das der musikalische Frühschoppen viel Freude ausgelöst hat.


Dienstag, 29. Juni:

Ein Kreisjugendtag wurde abgehalten und abends das Festspiel wieder aufgeführt.


Mittwoch, 30. Juni 1926:

Im Schwarzen Adler veranstaltete der Geschichts- und Altertumsverein den Erkelenzer Geschichtstag ab 15:00 Uhr. Prof. Dr. Albert Huyskens (Aachen) referierte über „Die Beziehungen der Stadt Erkelenz zum Aachener Krönungsstift“. Anschließend führte der Verein die Anwesenden durch die Stadt und durch die Heimatausstellung. Am Abend traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein.

Heimatmuseum im Alten Rathaus vor 1940
Blick ins Heimatmuseum

Donnerstag, 1. Juli 1926:

Besichtigung der Heimatausstellung im Alten Rathaus durch die Schulen. Abends Wiederholung des Festspieles.


Samstag, 3. Juli und Sonntag, 4. Juli 1926:

Der Westdeutsche Sängerbund hielt sein Bundesfest in Erkelenz ab. Es startete mit einem Bankett in der Festhalle am Samstag. Sonntags erfolgte ein Festzug mit historischen Gruppen durch die Stadt. Im Anschluss erfolgte das Bundessingen mit 3 Gesamtchören (800 Teilnehmer) und Einzelvorträgen in der Festhalle. Das Bundesfest endete mit einem Ball am Abend.


Fest des Eifelvereins Gruppe Erkelenz mit Stadtbesichtigung und Wanderung an der Wurm,

© (c) Stadtarchiv Erkelenz | 2026-07-03-Feier des Eifelvereins Gruppe Erkelenz
Programmheft des Eifelvereins

Am Sonntag hielt auch der Kath. Junglehrerbund des Deutschen Reiches, Bezirksverein Aachen, seine Tagung ab.


Rund um die Festhalle

Die imposanten Festlichkeiten der 600 Jahr Feier zogen auch viele Schausteller an. Der Festplatz war voll. Ein Zirkus hatte seine Zelte aufgeschlagen. Buden reihten sich an Buden, die allerhand Leckeres anboten, dann Karussells, Schießbuden, Schaukeln und was sonst alles auf Kirmesmärkten zu finden ist hatte sich versammelt. So schreibt das Erkelenzer Kreisblatt.


Aus den Beschreibungen lässt sich bereits erkennen, welche positive Resonanz die Festwoche hatte. Überörtliche Vereinigungen gestalteten ihre Sitzungen in Erkelenz, Persönlichkeiten aus Politik und Kirche aus ganz Deutschland nahmen an den Festlichkeiten teil, die regionale, aber auch überregionale Presse berichtete über das Jubiläum. Erkelenz hatte sich mit seiner Festwoche einen Namen im Deutschen Reich gemacht.


Weitere Veranstaltungen

Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde

Am 10. und 11. Juli lud die Westdeutsche Gesellschaft für Familienforschung zu einer Tagung in Erkelenz ein. Sie wurde durch deren Lokalgruppe Erkelenz unter Leitung von Leo Sels organisiert. Über 81 Teilnehmer hatten sich hierzu angemeldet, hiervon kamen 20 direkt aus Erkelenz, darunter auch der jüdische Kaufhausbesitzer Ernst Weinberg. Den Teilnehmern wurde mit dem Postbus eine „Burgenfahrt“ nach Tüschenbroich, Schloss Elsum, Wassenberg, Haus Hall, Schloss Rurich und Linnich angeboten. Dies war im Jubiläumsjahr auf Grund der vielen sonstigen Aktivitäten der Mitglieder die einzige Fahrt des Vereins.


Kurzbesuch Reichskanzler Marx

© (c) Stadtarchiv Erkelenz | 1926-07-14-Empfang Reichskanzler Wilhelm Marx-1
Am 14. Juli 1926 besuchte der Reichskanzler Wilhelm Marx für wenige Stunden unsere Jubiläums Stadt

Gauturnfest

Der Turngau Mönchengladbach, Aachen und Grenzgau gestaltete am 18. Juli und 24. / 25. Juli ihr Gauturnfest in Erkelenz. Sportlich maßen sich Leichtathleten, Faust- und Schlagballer, Schwimmer und Turnerinnen im Wettkampf und bei Schauveranstaltungen. Die Turner gestalteten einen Zwölfkampf. Insgesamt nahmen 750 Sportlerinnen und Sportler teil. Zum Rahmenprogramm gehörten auch ein Umzug und ein Festbankett. Verantwortlich für die Durchführung war der Erkelenzer Turnverein.

© (c) Stadtarchiv Erkelenz | 1926-07-Festschrift Gauturnfest

Handwerkertag

Die Handwerkerinnung gestaltete ab dem 1. August 1926 den Handwerkertag, verbunden mit einer 8-tägigen Ausstellung.


Großflugtag

Der Verein für Luftschifffahrt für M.-Gladbach und Rheydt und die Stadt Erkelenz luden am 8. August zu einem Großflugtag ein. Er fand in den Wiesen der Gebrüder Hanssen in der Nähe des Buscherhofs statt. An diesem Tag konnte man an Rundflügen teilnehmen, aber auch ein spektakuläres Flugprogramm mit Geschwaderflügen, Kunstflügen und Fallschirmabsprüngen erleben.


Kreisfeuerwehr-Verbandsfest

Es wurde am 14. bis 16. August 1926 gefeiert. Teilnehmer der Veranstaltung waren 21 Feuerwehren aus dem Kreis Erkelenz. Die Feuerwehren zeigten ihr Können in Schauübungen. Festzug, Konzert, Festbankett und -ball durften auch nicht fehlen. In der Gaststätte Will hielt man die Tagung des Feuerwehrverbandes ab.

© (c) Stadtarchiv Erkelenz | 1926-08-Festschrift Kreisfeuerwehr Verbandsfest

Landwirtschaftliche Ausstellung

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete die Landwirtschaftliche Ausstellung vom 26. bis 28. September. Die Lokalabteilung Erkelenz in Verbindung mit dem Pferdezuchtverein des Kreises Erkelenz und dem Rindviehzuchtverband III gestalteten eine Jagdausstellung.


Jubiläums Kaffee Kränzchen

© (c) Stadtarchiv Erkelenz | 1926-07-01-Damenkaffee 600 Jahrfeier Erkelenz-2

Am 10. Oktober 1926 fand in der Festhalle ein Kaffekränzchen statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Konsum- und Produktivgenossenschaft für Rheydt und Umgebung. Geboten wurde neben Kaffe und Kuchen, Musik und Gesang. Das diese Veranstaltung rege besucht war, zeigt das Bild. Die Festhalle ist voll besetzt, überwiegend von Frauen. Ein illustrer und imposanter Abschluss des Festjahres. Übrigens das Bild ist das einzige, das den gesamten Innenraum der Festhalle zeigt.


Fazit

Die umfangreichen und langen Vorbereitungen der 600-Jahr-Feierlichkeiten trugen im Sommer 1926 reiche Früchte. Es gelang, die geschichtliche und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt herauszustellen und Erkelenz in Deutschland bekannt zu machen. Vor allem dürften die vielen Festlichkeiten der Bevölkerung der Stadt nach entbehrungsreichen Jahren wieder ein positives Lebensgefühl vermittelt haben.2

  1. Aachener Anzeiger vom 28.06.1926
  2. Text ist Teamarbeit von Wolfgang Lothmann und Bernd Finken 2026 für den Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. Die umfangreiche Recherche in Printmedien und Archiven für den Artikel erfolgte dankenswerterweise von Bernd Finken.
  1. Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V. (Hrsg.), Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 3, 1983. Josef Lennartz, Theo Görtz: Erkelenzer Straßen
  2. Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V. (Hrsg.), Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 32, 2021. Rita Hündgen und Hubert Rütten (Hrsg.): Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V.
  3. , Erkelenzer Kreisblatt. Erkelenz, 1854-1942, Verschiedene Ausgaben 1926
  4. Verlag der Westdeutschen Landeszeitung, Westdeutsche Landeszeitung. Mönchengladbach, Verschiedene Ausgaben 1925 und 1926
  5. unbekannter Autor, Aachener Anzeiger. Aachen, Verschiedene Ausgaben 1925 und 1926
  6. unbekannter Autor, Erkelenzer Volkszeitung. Erkelenz, 09.02.1984
  7. Universitäts- und Landesbibliotheken, Zeitungsarchiv NRW. https://zeitpunkt.nrw, Verschiedene Zeitungen und Ausgaben 1925 und 1926

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