Im Jahre 2026 feiert Erkelenz die 700jährige Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte. In vielen Veranstaltung wird im Jubiläumsjahr daran erinnert.
In der Rheinische Post erscheint eine Artikelserie, die jeweils die Ereignisse eines Jahrhunderts zusammenfasst. Darin werden viele Punkte angesprochen, deren Einzelheiten in separaten Berichten im Virtuellen Museum ausführlich erläutert werden. Die entsprechenden Verweise darauf finden Sie in den Berichten. 1
Erkelenz im 14. Jahrhundert – Auf den Spuren der Erkelenzer Stadtwerdung
Das 14. Jahrhundert ist das erste in der 700 jährigen Stadtgeschichte von Erkelenz. Hervorstechendes Ereignis war sicherlich die Verleihung der Stadtrechte durch den Grafen von Geldern im Jahre 1326. Erkelenz als Gemeinwesen bestand schon sehr viel länger, im Jahre 966 wurde es zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aber durch die Verleihung der Stadtrechte entwickelte sich die Stadt. Der Bau der Stadtbefestigung nahm seinen Anfang, Märkte sorgten für Handel und Leben in der Stadt und es entstand ein städtisches Bürgertum. Dies alles prägte das erste Jahrhundert in der jungen Stadt Erkelenz.
Prägende Person für dieses Jahrhundert war Graf Reinald von Geldern.
Was im einzelnen im 14. Jahrhundert in Erkelenz passierte, lesen Sie hier: Erkelenz im 14. Jahrhundert – Die Stadt entsteht
Erkelenz im 15. Jahrhundert – Wechselnde Herrscher, florierende Wirtschaft
Die politische Zugehörigkeit der Stadt war seit den vorherigen Jahrhunderten aufs engste mit dem Herzogtum Geldern verknüpft und dessen wechselreiche Geschichte spiegelt sich auch in der Landesherrschaft von Erkelenz wider. Entsprechend verwirrend sind dann auch die jeweiligen „Herrscher“ über Erkelenz. Im 15. Jahrhundert wechseln sie häufig.
Beherrschendes Geschehen in der Stadt war der Ausbau der Stadtbefestigung, Mauern, Gräben, Wälle und Stadttore werden geschaffen. Die Zahl der Märkte wird ausgeweitet und stärkt die wirtschaftliche Kraft der Stadt. Diese begründet u.a. den Bau einer neuen gotischen Kirche mit einem über 80 Meter hohen Turm. Ein Gasthaus zeugte von der sozialen Sicherung in der Stadt.
Prägende Personen für dieses Jahrhundert waren Arnold von Harff und Peter Wimar.
Was im einzelnen im 15. Jahrhundert in Erkelenz passierte, lesen Sie hier: Erkelenz im 15. Jahrhundert – Wechselnde Herrscher, florierende Wirtschaft – Das Virtuelle Museum der verlorenen Heimat
Erkelenz im 16. Jahrhundert – Zwischen Feuerkatastrophe und Reformation
Das 16. Jahrhundert brachte in Erkelenz einen verheerenden Brand mit sich – und einen höchst prominenten Besucher. In dieser Zeit geschaffene Prunkstücke, insbesondere in der Pfarrkirche Sankt Lambertus, finden sich bis heute in der Stadt. Aber auch die Stadtbefestigung wurde fertiggestellt und die Stadt war eine geldrische Bastion im Jülicher Land.
Nach dem Stadtbrand wurde ein neues Rathaus gebaut, heute ist es das Alte Rathaus der Stadt. Von hier aus regierten ein Stadt- und ein Landbürgermeister zusammen mit den Schöffen und dem Ratskollegium die mittelalterliche Stadt. Und die Reformation machte noch Halt vor den Toren der Stadt.
Prägende Personen für dieses Jahrhundert waren der Stadtschreiber Mathias Baux, der Pfarrer Goswin von Wockerath, der Musiker und Komponist Cornelius Burgh sowie der Barockmaler Theodoor van Loon.
Was im einzelnen im 16. Jahrhundert in Erkelenz passierte, lesen Sie hier: Erkelenz im 16. Jahrhundert – Zwischen Feuerkatastrophe und Reformation – Das Virtuelle Museum der verlorenen Heimat
Erkelenz im 17. Jahrhundert – Von Plünderungen und Protestanten
Das 17. Jahrhundert brachte Erkelenz Glaubenskämpfe, Plünderungen und Naturkatastrophen.
Die Reformation fasste jetzt auch in Erkelenz Fuß, vornehmlich in Lövenich, 1677 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Lövenich gebildet. Und im Zuge der Gegenreformation wurde in Erkelenz das Franziskanerkloster gegründet. Auch Juden siedelten sich wieder im Erkelenzer Land an.
Der Dreißigjährige Krieg berührte Erkelenz nicht direkt, trotzdem gab es in diesem Jahrhundert mehrere kriegerische Auseinandersetzungen im Erkelenzer Land mit Zerstörungen und Plünderungen.
Prägende Personen für dieses Jahrhundert waren der Komponist und Organist Cornelius Burgh, der Bischof von Antwerpen Dominicus de Gentis und der Matzerather Priester Petrus Gehlen.
Was im einzelnen im 17. Jahrhundert in Erkelenz passierte, lesen Sie hier: ERKELENZ IM 17. JAHRHUNDERT – von Plünderungen und Protestanten – Das Virtuelle Museum der verlorenen Heimat
Erkelenz im 18. Jahrhundert – Krieg, Brand und Besetzungen
Preußische Besatzer, verheerende Brände, französische Revolutionstruppen: Das 18. Jahrhundert brachte Erkelenz kaum Ruhe. In diesem Bericht wird auf den großen Umbruch zurückgeblickt. Durch die staatlichen Umwälzungen am Ende des 18. Jahrhunderts bahnte sich auch in Erkelenz eine neue Zeit an. Das 18. Jahrhunderte in seiner alten Form geriet aus den Fugen und das kleine Städtchen stand vor grundlegenden Änderungen.
Prägende Personen für dieses Jahrhundert waren der Chronist Gottfried von Berg und der Altarbauer Heinrich Jansen.
Was im einzelnen im 18. Jahrhundert in Erkelenz passierte, lesen Sie hier: Erkelenz im 18. Jahrhundert – Krieg, Brand und Besetzung – Das Virtuelle Museum der verlorenen Heimat