Sie sind hier: Startseite» Persönlichkeiten» Erkelenz» Kultur» Zeitgeschehen » Theodoor van Loon

Theodoor van Loon

Maler

Theodoor van Loon war ein flämischer Maler des Barocks und lebte in Brüssel, Löwen und zuletzt in Maastricht. Er hielt sich zweimal in Italien auf, von 1602 bis 1608 und von 1628 bis 1629 und war ein Schüler von Caravaggio.

Sein Leben

© https://www.nationalgalleries.org/art-and-artists/33922/theodor-van-loon-1595-1630-belgian-painter | Paulus Pontius (1603–1658), Flämisch Nach: Sir Anthony van Dyck | Theodor van Loon

Theodoor van Loo wurde 1581/1582, das genaue Datum ist nicht bekannt, in Erkelenz geboren, gestorben ist er im Februar 1649 in Maastricht.

Sein Geburtsort ist in seinem Testament vom14 februari 1649 genannt. Das Geburtsdatum ist nicht bekannt. Da er aber nachweislich 1602 in Rom war, wird sein Geburtsdatum auf 1581/1582 geschätzt. 1

© De Maasgouw 116 (1997) | Wim Hupperetz | Testament Theodoor van Loon

Sein Werk

Aus der Zeit von 1613 bis 1640 sind datierte Werke seiner Hand bekannt. Während dieser Zeit arbeitete er hauptsächlich in Brüssel und hatte große Aufträge für sieben Unternehmen, unter anderem das Monumentalgemälde für die Wallfahrtskirche in Scherpenheuvel. Seine Arbeit ist thematisch eng mit der Gegenreformation verbunden. In dieser Hinsicht hat er die starke Konkurrenz von Rubens und De Crayer überdauert. 2

Er schuf überwiegend Kunstwerke für Kirchen in der Region Brüssel.

In der Wallfahrtskirche von Scherpenhövel befindet sich der Marienzyklus. Die sieben Gemälde, die die Wallfahrtskirche schmücken, sind die bekanntesten Werke von Theodoor van Loon. Es sind gleichzeitig auch Van Loons einzige Gemälde, die sich als Ganzes noch an ihrem ursprünglichen Standort befinden. Die monumentalen Werke stellen das Leben der Jungfrau dar. Die Themen knüpfen an die sieben Feste an, die am erzherzoglichen Hof von Albrecht und Isabella gefeiert wurden. Die Sieben ist eine wichtige Zahl in der Marienverehrung. Sie steht für sieben traurige und sieben glückliche Momente im Leben von Maria.3

Scherpenheuvel wurde vom damaligen Erzherzog Albrecht und seiner Frau Isabella als Hochburg der Gegenreformation auf- und ausgebaut. Maria war das Symbol der kämpfenden Kirche. Ihre jungfräuliche Reinheit symbolisierte die Reinheit der katholischen Lehre im Kampf gegen die Häresie.4

Im Stadtmuseum De Hofstadt in Diest befinden sich zwei Gemälde von Theodoor Van Loon, die aus der Sint-Catharinakerk im Beginenhof stammen. De opdracht in de Tempel (Der Auftrag im Tempel) malte Van Loon auch für den Zyklus mit Episoden aus dem Leben Mariens für die Basilika Scherpenheuvel, allerdings in einer vertikalen Variante. 5

Das zweite Werk ist die Anbetung der Könige. Es zeigt ein beliebtes Thema der Gegenreformation. Es ist der Moment, in dem man in Jesus zum ersten Mal die Inkarnation Gottes auf Erden erkennt. Der auf den Ähren in der Krippe liegende kleine Jesus verweist auf den Altar mit der Hostie. Das wiederum referiert an das Johannes-Evangelium 6:51: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.“

Die verschiedenen Gaben der Könige – Gold, Weihrauch und Myrrhe – verweisen auf ihre unterschiedliche Herkunft und die Vielfalt der gläubigen Völker. Bei der Bildkomposition ließ sich Van Loon von seinem Zeitgenossen Rubens inspirieren. Auffallend ist die Art der Darstellung der Weisen bzw. der Heiligen Drei Könige.6

In der Katharinenkirche im Beginenhof Diest werden die vier Evangelisten Johannes, Lukas, Markus und Matthäus, in antiken Gewändern am Schreibtisch abgebildet, van Loon zugeschrieben. Alle vier haben ein eigenes Symbol: Matthäus den Engel, Markus den Löwen, Lukas den Stier und Johannes den Adler. 7

Die Kirche des Beginenhofs in Brüssel ist quasi ein Museum für Theodoor van Loon. Im Jahr 1622 malte er für den Hochaltar eine prächtige Himmelfahrt Mariens mit drei prominenten weiblichen Heiligen. Dieses Werk befindet sich heute im Museum voor Schone Kunsten in Brüssel und wurde kürzlich restauriert. Neben der Heiligen Ursula, die vom Jesuskind gekrönt wird, sind hier fünf weitere seiner Gemälde zu sehen. Ein sechstes Gemälde – Salome mit dem Kopf Johannes des Täufers – wurde 1973 gestohlen.8

Van Loon malte diese liebliche Szene im Jahr 1626. Maria thront inmitten weiblicher Heiliger wie eine Königin mit ihren Hofdamen. Jesus sitzt auf ihrem Schoß und streckt der Heiligen Ursula einen Lorbeerkranz entgegen. Letztere kniet lächelnd nieder, um den Kranz entgegenzunehmen. Dieses überwiegend weibliche Ensemble passt perfekt in eine Beginenhofkirche, das Herzstück einer Gemeinschaft frommer Frauen.9

Weitere Werke van Loons befinden sich in der Beginenhofkirche in Mechelen und in der Sankt-Peterskirche, Leuven.

Unter theodor van loon – Suchen Bilder. finden Sie Bilder von Theodoor van Loon.10

Arno Platzbecker

Arno Platzbecker war ein Portrait- und Landschaftsmaler, aber er malte auch Stillleben und religiöse ... MEHR

k.A. k.A. Person

Will Völker

WIll Völker war ein bedeutender Landschafts- und Porträtmaler, Glasfenster- und Wandgestalter. MEHR

k.A. 1921 bis 2019 Person

Josef Lennartz

Der Maler Josef Lennartz, geboren und zeitlebens wohnhaft in Erkelenz war insbesondere Landschaftsmaler ... MEHR

k.A. 13.03.1926 bis 17.05.2017 Person

Reinhold Vasters

Er war ein deutscher Goldschmied insbesondere für liturgisches Gerät, aber er war auch ein Kunstfälscher, ... MEHR

k.A. 1827 bis 21. Jhrd. Person
VIRTUELLES MUSEUM © 2026
Datenschutz Impressum Kontakt