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Die Promenaden in Erkelenz

Im 18. Jahrhundert verfiel die Stadtbefestigung zusehends und in den Jahren 1816 bis 1819 wurden die Stadtmauer und die Stadttore weitgehend abgebrochen, der Wallgraben zum Teil mit dem Abbruchmaterial zugeschüttet. Danach entstanden dem Verlauf der alten Stadttbefestigung folgend die Promenaden.

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Die Stadtbefestigung im 15. Jh. mit Verlauf der Stadtmauer, Wall und Graben

Allgemein

Das ganze Gebiet der alten Stadtbefestigung war ab 1818 parzelliert und öffentlich verkauft worden. Danach entstand, etwa an der Stelle des inneren Grabens, ein Weg mit einer Doppelreihe von Kastanien, teils auch Linden. An der Westpromenade steht eine Reihe dieser Bäume z. T. noch, die andere wurde 1929 zur Verbreiterung des Fahrweges gefällt. An den ehemaligen Stadttoren blieben zunächst Parzellen als Brandweiher und Bleichen im städtischen Besitz.
Bis 1898 hieß dieser Rundweg um den traditionellen Stadtbezirk nur die „Promenaden“. Dann kamen als zusätzliche Bezeichnung die Namen der vier Himmelsrichtungen hinzu. Seitdem gibt es die Süd-, West-, Nord- und Ostpromenade.

Südpromenade

Die Südpromenade verbindet die Kölner Straße mi der Aachener Straße.

Anfang des 19. Jahrhunderts gab es hier nur am Kölner- und am Aachener Tor je einen größeren Hof, die aber beide ihre Frontseiten zur Bellinghovener Straße bzw. Maarstraße hatten.
Das übrige Gebiet war stadtinnen Garten-, außenseits aber meist Wiesengelände. Die Bebauung begann hier erst nach 1900 zögerlich.

Brauerei Aretz

Brauerei-Aretz

In den Jahren 1903/04 wurde an der Südpromenade die Brauerei Aretz gebaut. Die für eine Kleinstadt riesige Anlage entstand nach dem Brand der alten Brauerei. Es war ein repräsentativer Industriebau mit roten und gelben Klinkern. Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurden die Gebäude verkauft. Hier war dann bis zum Ende des Krieges eine Chemische Fabrik, die unter dem Nmamen „Sternolin“ u.a. Bohnerwachs und Schuhcreme produzierte.

Im Krieg wurden die Gebäude teilweise zerstört und nicht wieder aufgebaut. Lange Zeit war es ein brach liegendes Gelände, später wurde das gesamte Gelände mit Wohnungen bebaut.

Gymnasium

© Archiv Heimatverein | Wilhelm Schmitter | Gymnasium-Erkelenz-an-der-Suedpromenade1

In den Jahren 1905/06 wurde das Gymnasiums gebaut . Den Bau ermöglichte eine Spende Anton Rakys. Er stiftete zweckgebunden 50000 Mark. Bis 1907 befanden sich hier dann die Höhere Bürgerschule, ab 1908 ausgebaut zum Progymnasium, 1920 Vollgymnaium . Das Gebäude wurde 1945 völlig zerstört. Auf dem Trümmergrundstück entstand 1951/52 ein Gewerbebetrieb. An dessen Stelle wurde dann 1994 ein Altenpflegeheim gebaut.

1912/14 erfolgte die erste Wohnbebauung, als Anlieger der Südpromenade am Maartor Gartenland für die projektierte spätere Wilhelmstraße abgeben mussten und dafür mit gegenüber der Promenade liegendem Land, das im Protokoll als Gemeindewiesen bezeichnet ist, entschädigt wurden. So entstanden die Häuser Nr. 5, 7, 9, 11 und 13.

Turnhalle

© Erkelenzer Turnverein von 1860 e. V. | unbekannt | Turnhalle

Dem ehemaligen Gymnasium gegenüber gab es bis 1947 einen Tennisplatz (Grundstück des Turnvereins). Der Turnverein baute hier 1951 eine Sporthalle. Sie entstand damals zum großen Teil in Selbsthilfeaktionen. Erkelenzer Firmen unterstützten den Bau großzügig. In Erkelenz waren alle Säle zerstört. Die Halle wurde daher auch für kulturelle Zwecke genutzt. 1976 wurde das Gelände mit dem fünfstöckigen Miethaus mit Geschäftsetage bebaut.


Im Jahre 1956 wurde an der Südpromenade das neue Finanzamt gebaut. Bis dahin gab es auf dem Gartengrundstück den sogenannten Jungsbluths-Berg. Diese Erderhöhung war ein Rest des alten Stadtwalls, der sonst überall eingeebnet war.

In den 1970er Jahren und auch später entstanden auf der Südpromenade mehrere Mietshäuser, u. a. auch das „Ärztehaus“ neben der ehemaligen Brauereiruine.

Westpromenade

Die Westpromenade verbindet die Aachener Straße mit der Roermonder Straße.

© Archiv Heimatverein | Lambert Schwingens | Westpromenade
Westpromenade in Richtung Aachener Straße

Synagoge

An der Westpromenade gab es stadtseits seit 1869 die Synagoge im Hintergelände des Hauses (heute) Nr. 11. Nachdem der Betsaal an der Oerather Straße (heute Burgstraße) nicht mehr ausreichte, erwarb die jüdische Gemeinde ein Hinterhaus an der damaligen Maarstraße (heute Aachener Straße). Das Haus lag an einer Seite an der Klostergasse (heute Patersgasse) und mit der anderen Seite an der Westpromenade Am 23. Juli 1869 wurde die Thorarolle in die Synagoge getragen und damit eingeweiht. Das Gebäude war ein Backsteinbau und unterschied sich von den umliegenden Häusern nur durch zwei rundbogige Fenster. Auf dem Dach war ein kleines Türmchen angebracht. Im November 1938 wurde die Synagoge geschändet und die Inneneinrichtung zerstört. Das Gebäude blieb erhalten.1

Sportplatz, Stadthalle und Badeanstalt

Gegenüber der Synagoge und hinter dem späteren Bezirkskommando (heute Kreismusikschule) waren 1818 bei der Versteigerung der Wallparzellen zwei Lose für den Exerzierplatz reserviert worden. Er musste in früher preußischer Zeit von der Stadt für Landwehrübungen zur Verfügung gehalten werden.

Im Jahre 1902 beantragte der Turnverein die Einebnung des Platzes. So entstand der erste Sportplatz in Erkelenz. Vorher wurden Wiesen am Oestricher Mühlenweg und an der Neumühle von den Sportlern benutzt. 1922/23 war es, neben den Ballsportarten, vor allem der Radsport, der hier besonders aktiv hervortrat. Mit einer in Selbsthilfe erstellten Umwallung des Platzes entstand eine Rennbahn, auf der neben Rad- auch Motorradrennen ausgetragen wurden, die bis zu 10000 Zuschauer anzogen. Sogar eine Tribünenanlage bestand während mehrerer Jahre. Das Ende der Inflation brachte Geldmangel und Arbeitslosigkeit und damit das Ende dieser Großveranstaltungen.
1928/29 entstanden die Sporthalle als Mehrzweckbau (später nur noch Stadthalle genannt) und die Badeanstalt nach Plänen des Stadtbaumeisters Scholtes.

Mit Ausnahme der Stadthalle, die im Kriege zerstört wurde, blieb der Sportplatz bis 1957 fast unverändert. Dann wurde er, mit einem Kostenaufwand von 220000 Mark, als echte Sportanlage mit Rasen- und Aschenplatz, Laufbahnen und ansteigenden Zuschauerplätzen, ausgebaut.

Die Badeanstalt überstand, von geringen Schäden abgesehen, den Krieg. Aber dann war sie für die stark wachsende Stadt und die hohen Schülerzahlen einfach zu klein (1 Becken von 25 x 12 m). Im Jahre 1961 erfolgte daher ein völliger Umbau. Es entstanden getrennte Becken für Schwimmer und Nichtschwimmer. Der Bau kostete 597000 Mark und machte das Erkelenzer Bad zu einem der schönsten im weiten Umkreis.
Zwischen Sportplatz und Freibad entstand dann 1971 das Hallenbad, das am 27. November 1971 eröffnet wurde. Es war, wie damals häufiger, eine Leimbinderhallenkonstrukion. Nach vierzig Jahren genügte das Frei- und Hallenbad nicht mehr den Ansprüchen.

Seit 2012 begeistert das ERKA-Bad als sport- und familienfreundliches Frei- und Hallenbad, mit einer ca. 1.170 m² großen Wasserfläche.


© Archiv Heimatverein | Lambert Schwingens | Kriegerdenkmal Westpromenade

Stadthalle und Badeanstalt schufen, weil sie zurück standen, zur Promenade einen Rasenplatz, der am 6. Oktober 1933 „Albert-Leo-Schlageter-Platz“ benannt wurde. (Schlageter: 1893 – 1923, im 1. Weltkrieg Offizier, dann Oberschlesienkämpfer, 1923 im Ruhrkampf wegen Sabotageakte von den Franzosen standrechtlich erschossen. Vom Nationalsozialismus als „erster Soldat des Dritten Reiches“ geehrt). Ab 1945 gibt es den Namen nicht mehr.

1934 wurde das Kriegerdenkmal vom Markt auf den Platz vor der Badeanstalt versetzt, wo es noch heute steht.

Kindergarten, Krankenhaus, Canisius- und Volksschule

Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes befinden sich heute die Hauptschule und der Kindergarten. Neben dem Kindergarten stand in früher preußischer Zeit das Landwehrzeughaus. Es war zwar als solches gebaut, wurde aber praktisch nie wirklich bestückt. 1836 richtete der ,Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit‘ darin eine Spar- und Prämienkasse ein. Das gleiche Institut gründete 1840 die erste „Kleinkinderverwahranstalt“ in diesem Hause. Im Jahre 1908 entstand dann für den Kindergarten der heute noch genutzte Neubau. Das alte Haus fiel 1945 den Bomben zum Opfer.

© Archiv Heimatverein | Kindergarten Westpromenade
Links der Kindergarten und rechts das Haus des „Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit“

Die Südseite der Promenade wurde bis 1945 von den Gartenmauern des ehemaligen Franziskanerklosters und des Krankenhauses begrenzt. Zwischen Kindergarten und Kloster führte ein Fußweg von der Promenade zum Platz An der Maar, heute Franziskanerplatz. Diesen Weg gibt es heute noch.

An dem Kreuzungspunkt Westpromenade/Hospitalstraße, heute Zehnthofweg, wurde stadteinwärts in den Jahren 1870/71 das Krankenhaus gebaut. Kloster und Krankenhaus wurden im Februar 1945 völlig zerstört. An diesen Stellen wurde ab dem Jahre 1950 das Gymnasium neu gebaut, heute ist dort die Ganztagshauptschule. An der Westpromenade liegen insbesondere Schulhof und Turnhalle.

© Archiv Heimatverein | Lambert Schwingens | Volksschule 1926

Dem Krankenhaus gegenüber entstand an der Hospitalstraße 1926 eine neue 12klassige Volksschule nach Plänen des Stadtbaumeisters Scholtes. Sie wurde am 31. Juli 1927 eingeweiht und eröffnet.

Nach der Neuordnung des Elementarschulwesens in Grund- und Hauptschule war hier von 1968 bis 1970 die Hauptschule, danach, dann bis zum Umzug (1974) in ihren Neubau, die Realschule. Inzwischen wird auch dieses Schulgebäude von der Hauptschule genutzt.

© Archiv Heimatverein | Wilhelm Schmitter | Canisius-Schule

Die andere Ecke, dem Krankenhaus gegenüber, nahm ein Doppelhaus der Bildhauer Laumen und Winkelkemper ein. Hier entstanden wichtige Teile der Ausstattung der katholischen und evangelischen Kirche in Erkelenz.
In diesem Haus wurde im Jahre 1918 die höhere Mädchenschule, St. Canisius-Schule, eingerichtet, die 1905 gegründet und seitdem im ehemaligen Franziskanerkloster untergebracht war. Nonnen des Ordens der „Armen Dienstmägde Christi“, die auch das Krankenhaus betreuten, leiteten sie. 1945 wurde das Gebäude völlig zerstört.


Das Gelände zwischen Zehnhofweg und Roermonder Straße gehörte ursprünglich zum großen Teil der Familie Wilhelm Terstappen. Dann wurde es der Garten des Krankenhauses. An der Ecke zur Roermonder Straße wurde 1934 eine Autowerkstatt gebaut. Als 1959/60 der Erkelenzer Grüngürtel – von der Aachener Straße über die Westpromenade, die Roermonder Straße überquerend, an der Burg vorbei bis zur Brückstraße – angelegt wurde, wurde die Werkstatt zur Antwerpener Straße ausgelagert.

Die rechte Straßenseite ab der Hauptschule in Richtung Roermonder Straße wurde nach dem 2. Weltkrieg mit Wohnhäusern bebaut.

Nordpromenade

Die Nordpromenade verbindet die Brückstraße mit der Roermonder Straße.

Die Nordpromenade umfasste ursprünglich den Stadtring von der Roermonder Straße zur Brückstraße. Hier finden sich die einzigen erhaltenen Reste der alten Stadtbefestigung. Es sind die Burg und zwei Reststücke der Stadtmauer.
Die Nordpromenade verlief außerhalb dieser Mauerreste als Fuß- und Gartenweg und war noch bis 1959 z. T. von der Doppelreihe der alten Linden bestanden, die nach 1818 hier gepflanzt wurden. Mit der Anlage des Parkplatzes am Burgturm (heute Dr.-Josef-Hahn-Platz) und der sogenannten „inneren Umgehungsstraße“, die den Verkehr aus der Innenstadt abhielt und auf die Ost- und Nordpromenade verlagerte, wurde dieser Weg aufgehoben.
Nachdem es längere Jahre den Straßennamen Nordpromenade nicht mehr gab, heißt heute der neue Straßenteil von der Brückstraße zur Roermonder Straße so. Er entspricht etwa einem alten Weg, der früher von der Theodor-Körner-Straße aus die Brückstraße überquerte und über den Burgwall auf die Roermonder Straße stieß. Dieser Weg erhielt 1926 anlässlich des Stadtjubiläums den Namen Erkastraße. Diese Erkastraße war Teil des alten Weges, der dem heutigen Abschnitt der Theodor-Körner-Straße zwischen Martin-Luther-Platz und Brückstraße sowie Burgwall entspricht und mündete auf der (heutigen) Roermonder Straße unmittelbar am Stadttor.
1955 wurde dann das ganze Gebiet der Erkastraße Stadtgracht genannt und die Bezeichnung Burgwall für die wenigen Häuser bis zur Roermonder Straße gewählt. Für diesen Teil ist es heute noch die Straßenbezeichnung.
Mit dem Ausbau der Straße Kölner Straße – Ostpromenade – Roermonder Straße entfiel auch der Name Stadtgracht wieder und diese Straße ist heute Nordpromenade.

Dr.-Josef-Hahn-Platz

Der Dr.-Josef-Hahn-Platz liegt zwischen dem Burgturm und den Stadtmauerresten. Er entstand nach der Restaurierung des Burgturmes (1958/59) und der heutigen Nordpromenade. Heute dient er als Park- und Kirmesplatz.
Am 30. Oktober 1959 erhielt der neu angelegte Platz den Namen. Der Stadtrat folgte damit einem Vorschlag des städtischen Gesangvereins, der um die Benennung einer Straße nach diesem bekannten Erkelenzer gebeten hatte.

Wallstraße

Die kurze Fußwegverbindung von der Brückstraße zum Dr.-Josef-Hahn-Platz heißt Wallstraße. Die Katasterkarte von 1869 nennt diesen Weg „Wall“, so heißt dort auch das ganze Gebiet zwischen Im Pangel und der Promenade.
An diesem Weg, der innen an der Stadtmauer entlang führte, finden sich die beiden letzten Reste des einstigen Mauerrings.
Die Mauerreste wurden 1957 – 1960 restauriert (wie der Burgturm), d. h. sie wurden so beigearbeitet, dass der weitere Verfall verhindert wurde. Stadtseitig waren in die Mauer Nischen und Kamine eingebaut, die z. T. heute noch zu erkennen sind. Sie zeigen, dass an der Mauer kleine Häuschen „klebten“. Die Katasterkarte von 1819 verzeichnete noch elf dieser kleinen Häuschen, die zwar zweigeschossig, aber doch so klein waren, dass eine Treppe keinen Platz hatte. Sie wurde durch eine Leiter ersetzt, die abends heraufgezogen wurde.

1903 beschloss der Stadtrat, die noch stehenden Häuschen zu beseitigen. 1921 war er sogar der Ansicht, dass die Mauerreste schon im Interesse der öffentlichen Sicherheit abgebrochen werden müssten. Dazu kam es zum Glück nicht.

Auf der Rasenfläche zwischen Brückstraße und Dr.-Josef-Hahn-Platz wurde 1986 ein Spielbrunnen von Bonifatius Stirnberg aufgestellt.

Die Grünflächen an der Westpromenade und dem Burgwall werden im Jahre 2023 neu gestaltet.

Ostpromenade

Die Ostpromenade verbindet die Brückstraße mit der Kölner Straße.

Die ersten Häuser an der Ostpromenade standen bereits 1870 an dem Teil zwischen Brückstraße und Pleygasse (heute Reifferscheidts Gäßchen). In diesen Häusern waren u. a. das Büro des Landwehr-Ersatzbataillons und seit dem 1. November 1871 auch das Büro der Bezirkskompanie bis zum Umzug in den Neubau des Bezirkskommandos an der Aachener Straße im Jahre 1881.

1982 wurde auf diesen Grundstücken ein Parkhaus gebaut (wird 2023 durch einen Neubau ersetzt). Durch den teilweisen Abbruch der Mauern wurde der Gassencharakter zerstört. Die Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern in Richtung heutiger Kölner Straße erfolgte nach dem 2. Weltkrieg.
Die Bebauung der anderen Seite der Ostpromenade begann erst nach 1900, jedoch zunächst nur in dem zum Bellinghovener Tor gelegenen Teil. Im Jahre 1903/04 wurde an der Ecke Ostpromenade/Bellinghovener Straße (heute Kölnerstraße) das Postamt gebaut. Weitere Wohn- und Geschäftshäuser in Richtung Brückstraße folgten.


Die Gärten der Grundstücke Theodor-Körner-Straße reichten bis zur Ostpromenade. Hier war eine vom alten Stadtgraben stammende Bodendelle. In den 1990ziger Jahren wurden diese Grundstücke von der Ostpromenade her bebaut.
An der Ecke zur Theodor-Körner-Straße war bis 1913 ein Brandweiher. Bei ihm gab es ein Spritzenhaus mit Schlauchturm, der 1920/21 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde. Das Spritzenhaus selbst stand bis um 1930. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es dort eine öffentliche Bleiche.
1940 wurde ein betoniertes Löschwasserbecken gebaut, das nach dem Krieg zunächst mit Erde verfüllt, später ganz beseitigt wurde. 2

  1. siehe Hubert Rütten „Jüdisches Leben im ehemaligen Landreis Erkelenz“, Seite 36ff
  2. Text von Günther Merkens, 2023, unter Verwendung des Textes von Josef Lennartz/Theo Görtz in Band 3 der Schriftenreihe des Heimatvereins
  1. Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V. (Hrsg.), Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 3, Josef Lennartz/Theo Görtz "Erkelenzer Straßen"; Seite 138 ff

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