Kurze Info
Der jüdische Friedhof liegt auf der Straße In Lentholt.
Er ist nach der scharfen Linkskurve auf der rechten Seite.
Der Friedhof ist durch eine Hecke eingefriedet.
Es gibt keine Grabsteine mehr.
Nur noch ein Gedenkstein steht auf dem Friedhof.
Geschichte
Der Friedhof war für Juden aus Schwanenberg und Erkelenz.
Er ist sehr alt.
Der Bürgermeister Otto Kauertz sagte 1843:
Den Friedhof gibt es schon seit vielen Jahren.
Besitz und Größe
1819 steht der Friedhof im Urkataster.
Das ist ein Verzeichnis mit allen Grundstücken eines Ortes.
Er heißt dort „Am Juden Kirchhof“.
Der Friedhof ist 972 Quadratmeter groß.
Er gehörte zu einem größeren Grundstück von 3170 Quadratmetern.
Das Grundstück gehörte der Domänenverwaltung.
Sie verwaltete enteigneten Besitz von Adligen.
Es gab Streit um den Besitz.
1820 bekam die Gemeinde Schwanenberg das Grundstück.
Aufteilung und Kauf
1868 teilte die Gemeinde das Grundstück in zwei Teile.
Der südliche Teil war der Friedhof.
Die jüdische Gemeinde kaufte den südlichen Teil.
Sie wurde Besitzerin des Friedhofs.
Zerstörung im Jahr 1938
1938 zerstörten Nazis den Friedhof.
Sie nahmen alle Grabsteine weg.
Die Steine nutzten sie für den Straßenbau und als Füllmaterial.
Die Hecke wurde abgeholzt.
Das Gelände wurde als Garten und Weide genutzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
1952 bekam die Jewish Trust Corporation den Friedhof.
Der Vorbesitzer baute einen Elektrozaun gegen Tiere.
Er pflanzte zwei Blutbuchen und Sträucher als Denkmal.
1958 sagte der Regierungspräsident:
Die Gemeinden müssen jüdische Friedhöfe pflegen.
Die Gemeinde Schwanenberg baute eine Hecke und einen Gedenkstein.
Der Stein steht auf dem Friedhof mit der Aufschrift „Jüdischer Friedhof“.
Heute
Der Friedhof gehört dem Landesverband der jüdischen Kultusgemeinden.
Die Stadt Erkelenz pflegt den Friedhof.
Am 9. November gibt es immer eine Gedenkfeier.
Die Feier erinnert an die jüdischen Opfer der NS-Zeit.
Anlage
Der Friedhof ist 972 Quadratmeter groß.
Er hat eine Buchen-Hecke rundherum.
Eingänge und Tore
Zur Straße gibt es ein kleines Tor.
Das Tor hat das Wappen von Schwanenberg.
Es steht beim Gedenk-Stein.
Auf der Süd-Seite gibt es ein großes Tor mit zwei Flügeln.
In den Tor-Flügeln sind ein sieben-armiger Leuchter und ein David-Stern.
Weg und Bäume
Von der Straße In Lentholt führt ein gepflasterter Weg zum Gedenk-Stein.
Früher gab es 7 Bäume auf dem Friedhof.
Es gab 6 Linden und 1 Platane.
Heute sind noch 6 Bäume da.
2 Bäume sind südlich vom Gedenk-Stein und 4 Bäume sind nördlich.
Der Boden ist eine Rasen-Fläche.
Tafel
Westlich vom Tor steht eine Tafel.
Die Tafel gehört zur Route gegen das Vergessen.
Der Heimatverein der Erkelenzer Lande hat die Tafel aufgestellt.1
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- , Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 22, 2008. Hubert Rütten: Lebensspuren - Spurensuche. Jüdisches Leben im ehemaligen Landkreis Erkelenz. Zum Friedhof in Lentholt Seite 45 - 47
- , Heimatkalender der Erkelenzer Lande. Erkelenz, 1981, Seite 94 bis 106. Friedel Krings: Die Juden im Erkelenzer Land
- , Wikipedia Deutsch. https://de.m.wikipedia.org/, /wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Schwanenberg) (Stand: 25.06.2026)
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