Geschichte
In der Kückhovener Geschichtsdarstellung des Hauptlehrers Albert von 1927 spricht er davon, dass bereits 1700 ein Küster Haes Unterricht in Kückhoven gegeben habe. Die Schule sei aber nicht „fundiert“ gewesen.1 Josef Lennartz2 recherchierte, dass erstmals eine Schule in Kückhoven in einem Bericht zum Schulwesen im Jahre 1814 erwähnt wird. Dort ist die Rede davon, dass Conrad Gerards vor 4 Jahren das Amt des Schullehrers von seinem Onkel, dem Küster des Ortes, übernommen habe. Er sei zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre gewesen. Aus diesem Bericht ist zu erkennen, dass bereits Jahre vor 1814 eine Schule in Kückhoven bestanden hat und diese im diesem Jahr lediglich vom Amt des Küsters entkoppelt wurde. Der genaue Beginn für das Schulwesen im Ort lässt sich somit nicht exakt ermitteln.
Der Unterricht erfolgte in einem alten Gebäude an der Pumpe vor dem Pfarrhaus, das bereits 1825 in einem so schlechten Zustand war, dass der Schulinspektor wegen des drohenden Dacheinsturzes den Bauinspektor bat, hier einzuschreiten. Er bemängelte zudem den Schulraum als zu klein und viel zu dunkel. Der Gemeinderat mietete daher einen Raum für die Schule und ließ das alte Gebäude abreißen. Die Begründung dafür lag aber nicht in der Gefahr für die Kinder, sondern in der Gefahr für die Passanten, vor allem der Kirchgänger, auf der verkehrsreichen Straße vor dem Gebäude. Im angemieteten Gebäude blieben die Schüler bis 1832. Sie zogen in einen Neubau um, der am 26. Oktober 1832 eingeweiht wurde. Wahrscheinlich gab es bereits zwei Klassenräume, da 1846 zwei Lehrer in Kückhoven erwähnt werden, aber nicht über eine Raumerweiterung berichtet wird. Also mussten zwei Klassen bereits vorhanden gewesen sein.
Gegen die Forderung zum Bau einer dritten Klasse wehrte sich die Gemeinde aus Kostengründen vehement, obwohl 240 Kinder in Kückhoven schulpflichtig waren. Eher sollte eine neue Vikarie erbaut werden als ein neuer Schulsaal. Dennoch wurde am 20. Februar 1861 ein Bau der Bestimmung übergeben, in dem ein Schulsaal, eine Vikarie, eine Lehrerwohnung und ein Gemeindebüro untergebracht waren. Die Aussage, dass nur ein Schulsaal vorhanden war, ist unwahrscheinlich, da bereits 2 Klassen bestanden. Zum Neubau gehörte auch ein Stall- und Latrinengebäude. In den 1850er Jahren stieg aber die Schülerzahl so hoch, dass 1858 bis 1861 ein dritter Klassenraum angemietet werden musste.
Ab 1861 wurden die Klassen in eine gemischte Unterklasse und eine Mädchen- und Jungenoberklasse aufgeteilt. Diese Aufteilung wurde 1875 rückgängig gemacht, aber 1892 wieder eingeführt.3 Da die Schülerzahlen auf über 230 anstiegen, musste im Jahre 1909 gegen den Widerstand der Gemeinde eine 4. Klasse eingerichtet werden. Dazu wurde eine Lehrerwohnung umgebaut.
Nach dem ersten Weltkrieg baute die Gemeinde im Jahre 1920 die ehemalige Vikarie um, in der sich ein Schulsaal befand. Nun waren 2 Klassen und Lehrerwohnungen hier untergebracht. 1925 wurde das Gebäude aufgestockt, so dass alle Klassen vollständig hier untergebracht waren. Durch Abbruch eines Nebengebäudes konnte der Schulhof erweitert werden. Zwischen 1935 und 1938 versuchte die Gemeinde, ein neues Schulgebäude zu errichten, was aber wegen des Zweiten Weltkrieges nicht verwirklicht werden konnte.
Während des Zweiten Weltkrieges richteten Bomben im Jahre 1944 erheblichen Schaden am Gebäude an, so dass bis 1946 kein Unterricht mehr gegeben werden konnte. 1946 gelang es, das Dach wieder am nicht beschädigten Hausteil notdürftig mit Metallplatten zu decken. Dadurch konnten zwei Klassen Unterricht im Schichtbetrieb erhalten. Im Jahre 1948 stürzte der Teil der Schule ein, der durch die Bombe beschädigt war. Durch Spenden konnten in diesem Jahre der Wiederaufbau und die Renovierung beginnen. Ende 1949 war das Gebäude soweit wiederhergestellt, dass der Unterricht ordnungsgemäß stattfinden konnte. In diesem Jahre wurde auch eine 5. Klasse eingerichtet. Da viele zugezogene Flüchtlinge evangelisch waren, richtete man ab 1950 das Fach evangelische Religion ein. Im Jahre 1955 wurde die 5. Klasse wieder aufgelöst. Im Jahre 1964 baute die Gemeinde Kückhoven eine neue zweigeschossige Schule mit 7 Klassenzimmern und einer Aula. In einem Nebengebäude waren die Toiletten, Pausenhalle und Verwaltungsräume untergebracht.
Durch die Schulrechtsreform in Nordrhein-Westfalen veränderte sich das Schulwesen in NRW grundlegend. Um einer Auflösung der Volksschule zu entgehen, schlug der Kückhovener Gemeinderat vor, das Schulgebäude an Erkelenz zu übergeben, um so den Erhalt der Schule zu sichern.4 Die Übernahme erfolgte am 01.01.1969. Die Volksschule wurde nach der Schulrechtsreform NRW in eine katholische Grundschule umgewandelt. In den folgenden Jahrzehnten erlebte die Grundschule durch unterschiedliche Schülerentwicklungen ein Auf und Ab. Meist hatte sie 7 bis 8 Klassen. 2006 wurde die katholische Grundschule zu einer Gemeinschaftsgrundschule. Von 2011 bis 2019 gingen die Schülerzahlen so weit zurück, dass nur 5 Klassen gebildet werden konnten. Mit der Hinzunahme von Kindern aus anderen Ortschaften etwa infolge von Umsiedlungen wuchs die Schülerzahl wieder, so dass seit 2025 wieder 8 Klassen bestehen. In diesem Jahr besuchten Kinder aus Kückhoven, Bellinghoven, Wockerath, Terheeg, Neuhaus, Mennekrath, Holzweiler und Immerath die Schule. Sie ist 2007 eine Gemeinschaftsgrundschule mit offenem Ganztag.5 Die Schule wurde ab 2023 grundlegend renoviert und erweitert. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichtes war die Baumaßnahme bis auf Fassadenarbeiten nahezu abgeschlossen.
Unterrichtsentwicklung
Schülerzahlen
In Kückhoven gab es seit Beginn der Aufzeichnungen so viele Kinder, dass ihre Anzahl von Anfang an für 2 Klassenräume ausgereicht hätte. Bereits im Jahre 1814 waren 208 Kinder schulpflichtig, von denen aber nur weniger als die Hälfte, nämlich 60 Kinder, den Unterricht besuchten. Der Grund dafür: Wie häufig im 19. Jahrhundert wurde die Notwendigkeit von Bildung nicht gesehen, die Kinder als Arbeitskräfte zu Hause benötigt. Der Schulinspektor sprach aber auch davon, dass die Unfähigkeit des Lehrers die Eltern davon abhielt, ihre Kinder in die Kückhovener Schule zu schicken.
Die Situation, dass von den vielen schulpflichtigen Kindern nur ein Teil den Schulunterricht besuchte, änderte sich zu Beginn der 1840er Jahre, wohl auch bedingt durch die von Preußen verordnete Schulpflicht ab 1825 in den Rheinprovinzen. In Kückhoven gab es nachweislich 1846 zwei Lehrer, also auch zwei Klassen, was den fast 240 Schülern damals angemessen war. Ab 1858 wurden die über 260 Kinder in 3 Klassen unterrichtet, zunächst in Unter-, Mittel- und Oberklasse, später in Unterklasse und Mädchen- und Knabenoberklasse. Ab 1909 kam eine 4. Klasse hinzu, da die Schülerzahl zwischen 230 und 250 Kindern lag. Die Schülerzahlen blieben bis zum Jahre 1921 so hoch. Dann fielen die Zahlen auf knapp unter 200 Kindern ab.
Nach dem 2. Weltkrieg erhielt die Schule 1951 eine 5. Klasse, die aber bereits 1955 wieder aufgelöst wurde. Vier Klassen bestanden bis zur Umwidmung der Schule zur Grundschule.
Die Grundschule hatte zwischen 7 und 8 Klassen. In den 1980er bis 1990er Jahren lag die Schülerzahl bei etwa 190 Kindern. Im Zeitraum zwischen 2011 und 2015 ging die Schülerzahl von 105 auf 85 Kinder zurück. Daher wurden die Klassen bis 2019 auf 5 reduziert. In den 2020er Jahren stieg die Anzahl der Grundschüler wieder, wohl auch bedingt durch ein erweitertes Einzugsgebiet. 2025 besuchten in 8 Klassen 190 Kinder die Schule.
Unterricht
Gerade im 19. Jahrhundert wird berichtet, dass der Unterricht in den Unterklassen schlecht war. Hier wurden häufig nicht ausgebildete Lehrer oder Aspiranten (Lehrer in Ausbildung) eingesetzt. Im Zeitraum von 1811 bis 1900 unterrichteten insgesamt 31 Lehrer an der Schule, davon viele nur ein bis 2 Jahre. In der Mädchen- und Knabenklasse wurde der Unterricht von ausgebildeten Lehrern erteilt.
Im Jahre 1913 wurde die Kückhovener Schule zur Fortbildungsschule ernannt. Im Fortbildungsunterricht sollten Kindern eine berufliche, sittliche und staatsbürgerliche Bildung vermittelt und dadurch auf das Leben nach der Volksschule vorbereitet werden. Im ersten Weltkrieg fiel häufig der Unterricht aus. Dies geschah aus mehreren Gründen: Zum einen fehlte es im Winter an Heizmaterial, zum andern musste Notunterricht durch eingezogene Lehrer gehalten werden, oder die Schulräume wurden zu Kriegszwecken genutzt.
Weil viele Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg evangelisch waren, musste das Fach evangelische Religion eingeführt werden. Durch die teilweise Zerstörung des Gebäudes im Jahre 1944 musste der Unterricht für eineinhalb Jahre ausfallen. Erst 1946 konnten wieder zwei Klassen gebildet werden.
Im Jahre 1967 wurde ein 9. Schuljahr unterrichtet. Mit der Umwandlúng der Schule zur Grundschule erhielten nur noch die 1. bis 4. Jahrgangsstufen Unterricht in Kückhoven.
Lehrer
Oben habe ich bereits erwähnt, dass gerade im 19. Jahrhundert enorm viele Lehrer an der Kückhovener Schule unterrichteten. Eine große Fluktuation erfolgte dabei in der Unterklasse. Eine längere Zeit unterrichtete in diesem Jahrhundert der Lehrer Conrad Gerads als erster urkundlich erwähnter Lehrer (24 Jahre). Theodor Lennartz (36 Jahre) und Nikolaus Peters (34 Jahre Lehrer und Schulleiter) sorgten ab Mitte des 19. Jahrhunderts für kontinuierlichen und fachkundigen Unterricht. Das Anwachsen der Schülerzahlen machte die Einrichtung einer 3. Klasse notwendig. Dadurch verstärkte sich der Lehrerwechsel in der Unterklasse wieder. Josef Oehlen leitete die Schule 20 Jahre. Die erste Lehrerin war Fräulein Johanna Tacke, die im Jahre 1892 eingestellt wurde.
Im 20. Jahrhundert erfolgten Lehrerwechsel häufig zu den beiden Weltkriegen. Zur Wehrpflicht eingezogene Lehrer machten ein Aushelfen bei den vakanten Stellen oder Lehrerabordnungen der noch vorhandenen Lehrerinnen und Lehrer notwendig. Zwischen den Kriegen und während des Zweiten Weltkriegs führte Peter Albert (28 Jahre) die Geschicke der Schule. Besonders lange unterrichteten der Nachkriegsschulleiter Josef Serwe (36 Jahre Lehrer und Schulleiter bis 1963), die Lehrerinnen Anna Hamecher (47 Jahre bis 1957), Luise Mayntz (40 Jahre bis 1955), Hildegard Oppenberg, verh. Mukherjee (37 Jahre bis 1998), Rosa-Maria Wolter (35 Jahre Lehrerin und Schulleiterin bis 1986) und Herbert Barth (40 Jahre Lehrer und Schulleiter bis 2003). Im Jahre 2025 waren 16 Lehrer*innen an der Kückhovener Grundschule.6
Das Lehrerverzeichnis beruht auf den Recherchen von Josef Lennartz7 und den Aufzeichnungen der Schulchroniken im 20. Jahrhundert bis zur Auflösung der Volksschule. Fett gedruckt sind die Lehrpersonen, die länger als 10 Jahre an der Schule unterrichteten, und die 1. Lehrerin, Fräulein Tacke. Die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule werden nicht erfasst.
| Zeitraum | Lehrer | Zeitraum | Lehrer |
| 1811 – 1834 | Gerards, Conrad | 1832 – 1846 | verschiedene Aspiranten |
| 1834 – 1841 | Schmitz | 1841 – 1848 | Schurff, Wilhelm |
| 1846 – 1892 | Lennartz, Theodor | 1849 – 1883 | Peters, Nikolaus |
| 1858 – 1860 | Wirtz, Carl, Aspirant | 1860 – 1864 | Vasen, Mathias, Aspirant |
| 1864 – 1868 | Lennartz, Carl | 1868 – 1870 | Menser, Friedrich |
| 1870 – 1875 | Küppers | 1875-1877 | Schmitz, Johann |
| 1877 – 1878 | Welty, Franz | 1878 – 1879 | Darius, Peter |
| 1879 – 1881 | Küppers, Ferdinand | 1881 | Kirchoven, Johann |
| 1882 – 1887 | Heggen, Franz | 1883 | Lehrer Krings, Lehrer Schmitz, Lehrer Jansen, Leonard |
| 1884 – 1910 | Oehlen, Josef | 1884 | Goertz |
| 1887 – 1891 | Schmitz, Christian | 1892 – 1898 | Tacke, Johanna (1. Lehrerin) |
| 1893 – 1897 | Mertens, Heinrich | 1898 | Melsken |
| 1897 | Pelzer, Gustav | 1898 – 1903 | Erz, Anna |
| 1897 – 1903 | Rosewick, Emil | 1903 – 1915 | Theihsen, Josef (Im Schularchiv Thissen geschr.) |
| 1905 | Pieper, Josef | 1905 – 1912 | Burbach, Gertrud |
| 1909 – 1914 | Wächter, Magdalene | 1910 – 1926 | Böhmer, Heinrich |
| 1912 – 1959 | Anna, Hamecher | 1912 | Hülden, Maria, Schulamtsanwärterin |
| 1914 – 1915 | Schmitz, Maria, Schulamtsanwärterin | 1915 – 1955 | Mayntz, Luise |
| 1918 – 1946 | Albert, Peter Andreas | 1926 | Mennicken, Leo, Schulamtsanwärter |
| 1927 – 1963 | Serwe, Josef | 1943 -1944 | Fischer, Gerd |
| 1943 | Hahn, Maria | 1947 – 1948 | Wilbrand, August, Schulhelfer |
| 1947 – 1953 | Schnabel, Bernhard | 1949 – 1950 | Kuck, Angela |
| 1950 | Nobis, Christian | 1951 – 1986 | Wolter geb. Bein, Rosa-Maria |
| 1952 – 1958 | Zöller, Anna | 1952 | Funk, Else |
| 1955 – 1957 | Büttgenbach, Käthe | 1955 – 1956 | Bischops, Klaus |
| 1956 – 1961 | Segschneider, Paul | 1958 – 1963 | Justen, Klaus |
| 1961 – 1998 | Mukherjee geb. Oppenberg, Hildegard | 1963 – 2003 | Barth, Herbert |
| 1964 – ? | Geffers Franz Egon | 1965 -? | Leuchter, Irmgard |
| 1967 – ? | Fluhr, Hubert |
Geschichte
Die Anfänge
- Schon um das Jahr 1700 soll ein Küster namens Haes in Kückhoven unterrichtet haben.
- Richtig erwähnt wird eine Schule aber erst 1814. Damals war Conrad Gerards, ein 23-jähriger Lehrer, für den Unterricht zuständig. Er hatte 4 Jahre zuvor die Stelle von seinem Onkel übernommen, der Küster war.
- Daraus lässt sich schließen: Die Schule gab es schon vor 1814, aber wir wissen nicht genau seit wann.
Die ersten Schulgebäude
- Der Unterricht fand zuerst in einem alten, kleinen und dunklen Gebäude statt.
- 1825 war dieses Haus so baufällig, dass es abgerissen wurde.
- Bis 1832 nutzte man einen gemieteten Raum, dann zog die Schule in einen neuen Bau um.
- Dort gab es wahrscheinlich schon zwei Klassenräume.
Wachsende Schülerzahlen
- Mitte des 19. Jahrhunderts gab es sehr viele Kinder in Kückhoven: 240 bis 260 Schüler.
- Deshalb brauchte man immer mehr Räume:
- Ab 1858 gab es drei Klassen.
- Ab 1861 wurden die Kinder in Unterklasse sowie Mädchen- und Jungenoberklasse eingeteilt.
- Die Einteilung änderte sich mehrfach.
Bauten bis 1900
- 1861 entstand ein neues Gebäude mit Schulsaal, Lehrerwohnung, Gemeindebüro und einem Stall mit Toiletten.
- 1909 wurde eine vierte Klasse eingerichtet, weil erneut über 230 Kinder zur Schule gingen.
Zeit nach dem 1. Weltkrieg
- 1920 wurden Räume umgebaut, damit zwei Klassen und Lehrerwohnungen darin Platz hatten.
- 1925 wurde das Gebäude erweitert.
- Ein geplanter Neubau kurz vor dem 2. Weltkrieg konnte wegen des Krieges nicht gebaut werden.
Zweiter Weltkrieg und Wiederaufbau
- 1944 wurde die Schule durch Bomben schwer beschädigt.
- Bis 1946 gab es keinen Unterricht.
- Danach konnten zwei Klassen wieder in Schichtbetrieb lernen.
- 1948 stürzte ein beschädigter Gebäudeteil ein, wurde aber wieder aufgebaut.
- Ende 1949 lief der Unterricht wieder normal.
Neubau 1964
- 1964 wurde eine neue zweistöckige Schule gebaut – mit 7 Klassenräumen und einer Aula.
- Toiletten, Pausenhalle und Verwaltung standen in einem Nebenbau.
Veränderungen ab 1969
- Durch eine große Schulreform in Nordrhein‐Westfalen sollte die alte Volksschule eigentlich aufgelöst werden.
- Um das zu verhindern, wurde das Gebäude 1969 an die Stadt Erkelenz übergeben.
- Danach wurde sie eine katholische Grundschule, ab 2006 eine Gemeinschaftsgrundschule.
- Die Schülerzahlen schwankten stark:
- In den 1980er/1990er Jahren etwa 190 Kinder
- 2011–2019 nur noch 5 Klassen
- Seit 2025 wieder 8 Klassen mit etwa 190 Kindern
- In diesem Jahr besuchten Kinder aus Kückhoven, Bellinghoven, Wockerath, Terheeg, Neuhaus, Mennekrath, Holzweiler und Immerath die Schule.
Renovierung
- Ab 2023 wurde die Schule komplett saniert und erweitert.
- Beim Schreiben des Berichtes waren nur noch die Fassadenarbeiten nicht fertig.
Unterrichtsentwicklung
Schülerzahlen
- Schon früh gab es viele schulpflichtige Kinder, aber viele kamen nicht – weil sie zu Hause arbeiten mussten oder weil der Lehrer schlecht war.
- Ab den 1840er Jahren änderte sich das, auch wegen der Schulpflicht.
- Im Laufe der Zeit wurden:
- bis 1921: über 200 Kinder unterrichtet
- ab 1951 kurzzeitig eine 5. Klasse eingerichtet
- als Grundschule meist 7–8 Klassen geführt
- ab 2019 nur noch 5 Klassen
- ab 2025 wieder 8 Klassen
Unterricht
- Im 19. Jahrhundert war die Qualität des Unterrichts oft schlecht – besonders in den unteren Klassen.
- Viele Lehrer waren nicht gut ausgebildet oder nur kurz an der Schule.
- Im 1. Weltkrieg fiel viel Unterricht aus, z. B. wegen Heizmaterialmangel oder wegen eingezogener Lehrer.
- Nach 1944 musste der Unterricht anderthalb Jahre ausfallen.
- 1967 gab es erstmals ein 9. Schuljahr, mit der Grundschule nur noch Klassen 1–4.
Lehrer
- Im 19. Jahrhundert wechselten Lehrer sehr häufig.
- Besonders lange blieben:
- Conrad Gerads (24 Jahre)
- Theodor Lennartz (36 Jahre)
- Nikolaus Peters (34 Jahre)
- Erste Lehrerin: Johanna Tacke (ab 1892)
Im 20. Jahrhundert prägten die Schule besonders:
- Josef Serwe (36 Jahre)
- Anna Hamecher (47 Jahre)
- Luise Mayntz (40 Jahre)
- Hildegard Mukherjee (37 Jahre)
- Rosa-Maria Wolter (35 Jahre)
- Herbert Barth (40 Jahre)
Im Jahr 2025 arbeiteten 16 Lehrerinnen und Lehrer an der Schule.
- In der Liste sind die Lehrerinnen und Lehrer bis zum Beginn der Grundschulzeit erfasst.
- Fett gedruckt sind die Lehrpersonen, die länger als 10 Jahre an der Schule unterrichteten, und die 1. Lehrerin, Fräulein Tacke.
| Zeitraum | Lehrer | Zeitraum | Lehrer |
| 1811 – 1834 | Gerards, Conrad | 1832 – 1846 | verschiedene Aspiranten |
| 1834 – 1841 | Schmitz | 1841 – 1848 | Schurff, Wilhelm |
| 1846 – 1892 | Lennartz, Theodor | 1849 – 1883 | Peters, Nikolaus |
| 1858 – 1860 | Wirtz, Carl, Aspirant | 1860 – 1864 | Vasen, Mathias, Aspirant |
| 1864 – 1868 | Lennartz, Carl | 1868 – 1870 | Menser, Friedrich |
| 1870 – 1875 | Küppers | 1875-1877 | Schmitz, Johann |
| 1877 – 1878 | Welty, Franz | 1878 – 1879 | Darius, Peter |
| 1879 – 1881 | Küppers, Ferdinand | 1881 | Kirchoven, Johann |
| 1882 – 1887 | Heggen, Franz | 1883 | Lehrer Krings, Lehrer Schmitz, Lehrer Jansen, Leonard |
| 1884 – 1910 | Oehlen, Josef | 1884 | Goertz |
| 1887 – 1891 | Schmitz, Christian | 1892 – 1898 | Tacke, Johanna (1. Lehrerin) |
| 1893 – 1897 | Mertens, Heinrich | 1898 | Melsken |
| 1897 | Pelzer, Gustav | 1898 – 1903 | Erz, Anna |
| 1897 – 1903 | Rosewick, Emil | 1903 – 1915 | Theihsen, Josef (Im Schularchiv Thissen geschr.) |
| 1905 | Pieper, Josef | 1905 – 1912 | Burbach, Gertrud |
| 1909 – 1914 | Wächter, Magdalene | 1910 – 1926 | Böhmer, Heinrich |
| 1912 – 1959 | Anna, Hamecher | 1912 | Hülden, Maria, Schulamtsanwärterin |
| 1914 – 1915 | Schmitz, Maria, Schulamtsanwärterin | 1915 – 1955 | Mayntz, Luise |
| 1918 – 1946 | Albert, Peter Andreas | 1926 | Mennicken, Leo, Schulamtsanwärter |
| 1927 – 1963 | Serwe, Josef | 1943 -1944 | Fischer, Gerd |
| 1943 | Hahn, Maria | 1947 – 1948 | Wilbrand, August, Schulhelfer |
| 1947 – 1953 | Schnabel, Bernhard | 1949 – 1950 | Kuck, Angela |
| 1950 | Nobis, Christian | 1951 – 1986 | Wolter geb. Bein, Rosa-Maria |
| 1952 – 1958 | Zöller, Anna | 1952 | Funk, Else |
| 1955 – 1957 | Büttgenbach, Käthe | 1955 – 1956 | Bischops, Klaus |
| 1956 – 1961 | Segschneider, Paul | 1958 – 1963 | Justen, Klaus |
| 1961 – 1998 | Mukherjee geb. Oppenberg, Hildegard | 1963 – 2003 | Barth, Herbert |
| 1964 – ? | Geffers Franz Egon | 1965 -? | Leuchter, Irmgard |
| 1967 – ? | Fluhr, Hubert |
- Albert, 1927, Seite 49
- Lennartz, 1984, Seite 191
- Alle Daten bis 1900 stammen aus Josef Lennartz, 1984, Seite 181 – 200
- Erkelenzer Volkszeitung 20.06.1968
- Daten zur Schulentwicklung wurden den Schulchroniken, den Schulentwicklungsplänen und den Schöffenberichten der Stadt Erkelenz entnommen.
- Text von Wolfgang Lothmann 2025 für den Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. mit herzlichem Dank an das Stadtarchiv Erkelenz für die umfangreiche Unterstützung
- Josef Lennartz, 1984, Seite 198 ff.
- , Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 5, 1984. Josef Lennartz: Das Elementarschulwesen des 19. Jahrhunderts im heutigen Stadtgebiet Erkelenz, Seite 191 - 200
- , Schöffenbericht der Stadt Erkelenz. Erkelenz
- , Historisches Heimatfest! Wiederaufrichtung des Wappens der Herrschaft Kückhoven und Fahnenweihe des Turnvereins Germania. 1927
- , Schulchronik Kückhoven. 1906 - 1939
- , Schulchronik Kückhoven. 1939 - 1963
- , Schulchronik Kückhoven. 1963 - 1969 (Inventarnummer E2 / I / 85 des Stadtarchivs Erkelenz)
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