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29.03.2021 Heimatverein trotz Pandemie weiterhin aktiv!


Seit einem Jahr sind alle Präsenzveranstaltungen des Heimatvereins der Erkelenzer Lande der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. So konnten z.B. die monatlichen Wanderungen oder Studien- und Ausstellungsfahrten nicht stattfinden, genau wie die wöchentliche Chorprobe des Conelius-Burgh-Chores, geschweige denn die geplanten Konzerte. Die Treffen in den Arbeitskreisen, z.B. bei den Mineralien-oder Mundartfreunden oder die monatlichen heimatkundlichen Stammtischtreffen in Hückelhoven waren nicht möglich. „Besonders schmerzte“, so der Vorsitzende Günther Merkens, „dass die geplanten Veranstaltungen zum 100jährigen Bestehen des Heimatvereins alle nicht stattfinden konnten. Und so wie es aussieht“ sagt Merkens weiter,  „werden auch geplante Nachholungen in diesem Jahr nicht möglich sein“. Die Ausstellung „Ordensschwestern im Erkelenzer Land -eine Spurensuche“ musste im Oktober letzten Jahres nach einer Woche geschlossen werden. Jetzt hofft Rita Hündgen, die das Ausstellungsteam leitet, dass es in diesem Jahr noch möglich ist, die Ausstellung nochmals zu zeigen.

Einige Arbeitskreise sind jedoch weiterhin aktiv, natürlich ohne Präsenz. So arbeitet der Arbeitskreis Friedhof Brückstraße intensiv an einer Dokumentation der noch vorhandenen Gräber, insbesondere der Gräber von bekannten Erkelenzer Familien. Geplant ist eine Veröffentlichung, damit Erkelenzer Familiengeschichte für jeden nachlesbar ist. Theo Schläger, der Leiter des Arbeitskreises Mundart, schreibt mangels der Mundartabende seine Gedichte, die dann den Mitgliedern zugeschickt werden. Übrigens informiert der Heimatverein monatlich seine Mitglieder über Aktivitäten.

Ohne Einschränkung durch die Corona-Schutzmaßnahmen ist das Virtuelle Museum tätig. Die Aktivitäten sind überwiegend digital und erforderliche Absprachen im Team erfolgen online. „Seit Oktober 2018 hat  das Virtuelle Museum, bildlich gesprochen“, so Wolfgang Lothmann, der Leiter des Arbeitskreises, „seine Türen geöffnet. Der Heimatverein“, so weiter Lothmann, „fand damit eine ebenso mutige wie zeitgemäße Form, mit den Folgen des Tagesbaues und der Erkelenzer Geschichte umzugehen. Mehr als 90 Personen besuchen das Museum täglich und die kommen nicht nur aus der Region“.  Im Virtuellen Museum sind  jetzt schon über 250 Beiträge online, alle Beiträge sind reich bebildert, auch mit historischen Fotos und  z.T. auch mit Videoaufnahmen, z.B. aus dem Stadtrundgang im Jahre 1550 oder Drohnenflüge. Besonders interessant für die Besucher sind die Panoramaaufnahmen, die virtuelle Rundgänge durch Orte oder Gebäude möglich machen. So kann man ungehindert durch die jetzt geschlossene Kirche von Keyenberg gehen und alle Kunstwerke aus der Nähe betrachten, was ja live aus den bekannten Gründen nicht mehr möglich ist. 

In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 sind mehr als 20 neue Beiträge ins Museum eingestellt worden. So werden z.B. Erkelenzer Personen, wie Arnold von Harff, Cornelius Burgh, Mathias Baux, Gottfried von Berg oder die Künstler Heinrich Jansen, Arno Platzbecker und Will Völker vorgestellt. Bei den Gebäuden kamen u.a. die Lambertuskapelle in Immerath, die Pfarrkirche Sankt Lambertus Erkelenz, die Burg, das Kloster Sankt Josef in Golkrath oder gerade in den letzten Tagen das Gasthaus, die Leonhardskapelle, das ehemalige Franiskanerkloster und die Antoniuskirche dazu. Zum letzten Thema gab es bisher keine Zusammenfassung, erstmals arbeitete der Heimatverein das Thema historisch auf und fasste Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen. 

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