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Venrath

30.05.1197

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Venrath!
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Das Team des Virtuellen Museums ist jetzt dabei, die Geschichte und die Kultur ihrer Ortschaft in dieses Museum einzubringen. Ihre Mitarbeit und Ihre Wünsche sind uns dabei sehr wichtig. Wir fänden es toll, wenn Sie uns mit Rat, Tat, Bildern und Texten unterstützen würden.
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Lage

Venrath ist ein ländlicher Ortsteil im Nordosten der Stadt Erkelenz in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, etwa 5 km vom Stadtkern entfernt. Er liegt auf der Terrasse der Erkelenzer Börde. Der Ort befindet sich nordwestlich der zukünftigen Abbaugrenze des Braunkohletagebaus Garzweiler II. Ursprünglich sollte auch Venrath dem Tagebau weichen.

© Land NRW (2019)
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Venrath
Auszug aus dem Video „Wunderbare Welt – Bedrohte Heimat“ der Stadt Erkelenz von 1989 (Copyright: Stadtarchiv Erkelenz Nr. F5/43)

Ortsname

Der Ortsname setzt sich zusammen aus dem althochdeutschen Wort „fenni“ (Sumpf) und dem Wort „reod“, was übersetzt Rodung bedeutet. Der Ort entstand also in einem ehemaligen „Sumpf- und Heidegebiet“1, was nach Mackes2 wegen der ungünstigen Lage auf eine späte Gründung schließen lässt. Seit 1594 wird vorwiegend die heutige Schreibweise benutzt.

Geschichte

Die Geschichte von Venrath geht nachweislich bis ins 12. Jahrhundert zurück. Der Adelige Otto II. von Wickrath schenkte dem Kloster von Knechtsteden ein Allod in „Venirode“. Am 30. Mai 1197 wurde dies vom Kölner Erzbischof in einer Urkunde bestätigt.

Venrath gehörte 1385 zum Amt Kaster im Herzogtum Jülich. 1422 wurde Venrath vom Jülicher Herzog an Graf Friedrich von Moers-Saarwerden verpfändet. Dieser teilte das Dorf dem Amt Brüggen zu. 1494 gelangte Venrath wieder an das Herzogtum Jülich.

Ab 1554/55 war das Gericht und Unteramt Dahlen (heute Rheindahlen) im Amt Brüggen für Venrath und dessen Nachbarort Kaulhausen zuständig.

In der französischen Zeit von 1794 bis 1814 wurde Venrath der Mairie (Bürgermeisterei) Kuckum im Kanton Erkelenz zugeordnet.

Die Preußen gründeten 1816 die Bürgermeisterei Keyenberg, wozu auch Venrath gehörte. Diese Gemeinde lag im neuen Landkreis Erkelenz.

1935 wurde diese Bürgermeisterei aufgelöst und zum Amt Holzweiler geschlagen. Venrath aber wurde mit dem neugebildeten Amt Erkelenz-Land vereinigt.

Am 27. Februar 1945 wurde Venrath von amerikanischen Soldaten des 405. Regiments der 102. Infanteriedivision der  9. US-Armee im Zuge der Operation Grenade eingenommen.

Am 1. Januar 1972 wurde das Amt Erkelenz-Land aufgelöst und mit der Stadt Erkelenz zusammengelegt.

Ein wichtige Entscheidung für Venrath erfolgte im Jahre 1991. Ursprünglich sollte auch Venrath dem Braunkohletagebau Garzweiler II zum Opfer fallen. In einer Leitentscheidung beschloss die Landesregierung Nordrhein-Westfahlen, den Tagebau zu verkleinern und neben anderen Orten auch Venrath aus dem Abbaugebiet herauszunehmen. Venraths weitere Existenz war damit gesichert. Der Ort würde allerdings ein Ort an der Abbaugrenze werden.

Bevölkerung

Im Jahre 2020 lebten in Venrath 918 Menschen. Etwa 48 % waren männlichen Geschlechts.

Religion

Der Ort gehörte bis zum 19. Jahrhundert zur katholischen Pfarre Wanlo, die Venrather Kirche wurde erstmals 1478 erwähnt. Am 1. April 1525 wurde der Kirchturm errichtet.

Um 1800 wurde Venrath dem neuen Kanton Erkelenz zugeschlagen. Am 1. März 1804 wurde deshalb der Ort eigenständige Pfarre. Zum Pfarrbezirk gehörten neben Venrath die Orte Kaulhausen, Etgenbusch, Beckrath und Herrath, die beiden letzteren Dörfer waren überwiegend evangelisch.

Zwischen 1866 und 1868 wurde ein neugotischer Kirchbau errichtet, die Kirche ist dem heiligen Valentin und dem heiligen Rochus geweiht. Die Weihe fand am 31. August 1868 statt.

Am 1. Januar 2010 wurde die Kirchengemeinde mit zehn anderen Kirchengemeinden zur Pfarrgemeinde St. Maria und Elisabeth Erkelenz zusammengeschlossenn. Nach Auflösung der Pfarrgemeinde kam die Venrather Gemeinde im Jahre 2015 zu Christkönig Erkelenz.

© RRP | R. Recker-Proprenter
Kirche St. Valentin

Sehenswürdigkeiten

Wege- und Pestkreuz von Etgenbusch, das 3,60 m hohe Kreuz hing bis zur letzten Renovierung an der Südseite der Pfarrkirche, wurde aber später auf einem Bauernhof zwischengelagert.

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  1. Siehe Karl. L Mackes: Erkelenzer Börde und Niersquellengebiet, a. a. O., Seite 184
  2. ebda
  3. Dieser Text basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY 3.0 Unported. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, es wurden Änderungen vorgenommen. ( Artikel Venrath )
  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublick Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderung bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982 . 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 307
  2. Wikipedia, https://de.m.wikipedia.org. https://de.m.wikipedia.org, /wiki/Venrath(Stand August 2020)
  3. Karl L. Mackes, Erkelenzer Börde und Niersquellengebiet. Mönchengladbach, ISBN: 3-87448-122-0, 1985, Seite 184 ff.
  4. Dorfgemeinschaft Venrath – Kaulhausen (Hrsg.), Achthundert Jahre Venrath 1197–1997. 1997, Venrath

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