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Wegekreuze in Venrath

Vorbemerkung

Von den ursprünglich 3 Wegekreuzen, die in Venrath und Etgenbusch standen, sind 2020 nur noch 2 vorhanden. Dies sind das Hagelkreuz am Wanloer Weg und das Wegekreuz im Westend. Vom Etgenbuscher Wege- und Pestkreuz, dem ältesten Kreuz, hängt nur noch der Korpus in der Kirche Sankt Valentin.

Wege- und Pestkreuz

Geschichte

© Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. | Josef Schophoven

Bis zum Jahre 1984 stand das Wegekreuz in Etgenbusch. Es entstand vermutlich im 18. Jahrhundert. Vor dem Abriss des Gebäudes in Etgenbusch kam das Kreuz kurzzeitig nach Baal, dann aber wieder nach Venrath zurück. Eigentümer ist seither die Dorfgemeinschaft Venrath. Der Eigentümer Günter Wachsmuth übergab das Kreuz mit der Auflage, für einen würdigen und sicheren Aufstellungsort zu sorgen.

Die Dorfgemeinschaft ließ das Kreuz restaurieren. Nach Abtragung aller Schichten zeigten sich erst die Attribute, die in das Kreuz eingeschnitzt sind. 1992 hängte man den Korpus mit einem modernen Kreuz versehen in die Kirche, das Holzkreuz fand zunächst einen Platz außen an der Südwestseite der Kirche. Dort war es den Witterungsverhältnissen uneingeschränkt ausgesetzt, so dass es Ende der 1990er Jahre wieder abgenommen werden musste. Seither befindet sich das Kreuz in einer Scheune. Über einen weiteren Aufstellungsort wurde noch nicht entschieden.

Bau

Das ursprüngliche Kreuz in Etgenbusch besaß eine Höhe von 3,60 m. Der Korpus war durch eine Eisenkonstruktion verankert. In den Querbalken schnitzte man die Attribute der Leidensgeschichte Christi: „Leiter, Geißel, Hammer, Lanze, Stab, Zange, 3 Würfel, Kelch, 30 Silberlinge und Rutenbündel.“ Auf dem oberen Ende des Längsbalkens sieht man einen „Hahn, Nägel, den eingeschnittenen Kreuzestitel „INRI“ und am abgerundeten Balkenende die Dornenkrone.“1

Eine Inschrift enthält den Spruch „RETTE DEINE SEELE“ und die untereinander stehenden Jahreszahlen der Mission „1898, 1950, 1959„.

Hagelkreuz

Geschichte

Bereits 1546 stand ein Hagelkreuz zwischen Wanlo und Venrath. Dieses Kreuz wurde 1912 abgebrochen. Das jetzige Kreuz entstand im Jahre 1913 und wurde in der Nähe des alten Standortes aufgebaut. Trotz widriger Umstände (Zerstörung durch Rowdies, durch Sturm gefällter Baum) blieb es dank der Initiative der Venrather Bürger am jetzigen Platz bis zum jetzigen Zeitpunkt unter Lindenbäumen stehen.

Bau

Das Blausteinkreuz besitzt eine Höhe von 2,66 m, der Kreuzesbalken besteht aus Beton und der Korpus aus Metall. Es steht auf einem Sockel, der die Inschrift „In diesem Zeichen wirst du siegen“ trägt. Auf der Rückseite steht folgende Inschrift:

313 1913
Zur Feier des
Konst. Jubiläums
wiedererrichtet
v. d. Pfarrgemeinde
Venrath

Wegekreuz Westend

Geschichte

Das ehemalige Grabkreuz der Familie Gormanns entstand im Jahre 1924, wie der Inschrift zu entnehmen ist. Bis zum Jahre 1988 stand es auf dem Venrather Friedhof. Die Nachkommen der Familie schenkten es der Dorfgemeinschaft Venrath, die es in der Straße Westend 1992 aufbaute. Seitdem steht es an diesem Platz.

Bau

Das Kreuz hat eine Höhe von 1,60 m und besteht aus Holz. Es wird durch ein Satteldach aus Blech geschützt. Ein Christuskopf befindet sich als Relief auf dem Balkenkreuz, das durch Sonnenstrahlen eingerahmt wird. Das Kreuz steht auf einem gemauerten Sockel. Die Inschrift lautet:

Anno
1924
1994

2
  1. Paul Bläsen: Zeichen am Wegesrand, a. a. O., Seite 193
  2. Text von Wolfgang Lothmann 2020 für den Heimatverein Erkelenz
  1. Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. (Hrsg.), Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 17. Paul Bläsen: Zeichen am Wege. Dokumentation christlicher Kleindenkmäler in der Stadt Erkelenz. Erkelenz, 1998

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