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Gerderath

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Lage

Gerderath ist der westlichste Ort der Stadt Erkelenz in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Geschichtlich eng verbunden mit dem Ort sind die Dörfer Gerderhahn und Fronderath, die Weiler Moorheide und Vossem sowie der Eckartshof und die Gerderather Mühle.

© Land NRW (2019)
Datenlizenz Deutschland – Tim-Online - Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) | Gerderath TIM-online 2016
Gerderath

Geschichte

Ortsname

Gerderath gehört zur Gruppe der -rode-Namen. Die Siedlung ist also in der hochmittelalterlichen Rodungsphase entstanden. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist vermutlich auf den Personennamen Gerd, Gert (von Gerhard) zurückzuführen.

Entwicklung

Aufgrund der fruchtbaren Böden war der Raum Gerderath schon früh besiedelt. Archäologische Ausgrabungen im Neubaugebiet “An der Burg” am Südrand der Ortschaft ließen vor wenigen Jahren eisenzeitliche Siedlungsspuren des 8. bis 5. Jahrhunderts vor Chr. und ein römisches Landgut des 2. bis 3. Jahrhunderts nach Chr. erkennen.

1172 wurde der bis heute bestehende Ort erstmals urkundlich als ”Gerdenrothe” erwähnt, 1554 als ”Gerderaidt” und 1666 als ”Gerderath”.

Von 1494 bis 1798 gehörte das Dorf zum Amt Wassenberg des Herzogtums Jülich, 1816 wurde es Bürgermeisterei im Landkreis Erkelenz.

Im 20. Jahrhundert erfolgte der Bau einer Bergmannssiedlung, deren Bewohner auf der Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven und Ratheim beschäftigt waren. Gerderath war bis 1972 eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Erkelenz.

Am 1. Januar 1972 wurde Gerderath nach Erkelenz eingemeindet. Kleine Gebietsteile kamen nach Wassenberg und Wegberg.

Religion

Die katholische Kirche ist dem Heiligen Christophorus geweiht. Die Kirche ist wahrscheinlich hervorgegangen aus der Eigenkirche des Randerather Hofes. Darauf weist ein Taufstein aus dem 12./13. Jahrhundert hin.

Im 17. und 18. Jahrhundert ließ das Gangolfusstift in Heinsberg sie reparieren und erweitern; dennoch war ein Neubau nicht zu umgehen. Dieser wurde 1782/83 errichtet, wobei man Mauerreste der alten Kirche mitverwandt hat. 1786 wurde der Turm gebaut.

Backsteinsaalbau in fünf Fensterachsen; Stichbogenfenster; Spiegeldecke; dreiseitig geschlossener Chor; vorgebauter viergeschossiger Westturm mit achtseitigem Turmhelm.

Mit der Neugliederung der Kirchengemeinden im Bistum Aachen wurde die Pfarrgemeinde zum 31. Dezember 2009 aufgelöst und am 1. Januar 2010 als Filialgemeinde der Kirchengemeinde St. Lambertus in Erkelenz eingegliedert, die selbst am 1. Januar 2015 mit den östlichen Erkelenzer Gemeinden zur Gemeinde Christkönig Erkelenz fusionierte.

Im Kirchspiel Gerderath lagen die benachbarten Orte Gerderhahn, Fronderath, Moorheide und Vossem.

Die evangelische Gemeinde nennt sich Friedenskirche Ratheim-Gerderath.

Bevölkerung

Im Jahre 2020 lebten in Gerderath 4559 Menschen. Etwa 58 % waren männlichen Geschlechts.

Sehenswürdigkeiten

Das Wegekreuz „Lauerkreuz“ von 1854 an der Straßenkreuzung in der Ortsmitte

Das Missionskreuz aus dem 15./16. Jahrhundert an der katholischen Kirche

Das Wegekreuz „Genender Kreuz“, Genenderstrasse 54

Persönlichkeiten

August Monfort (* 18.9.1850 Gerderath bei Erkelenz, † 7.7.1926 Mönchengladbach) gründete im Jahre 1883 A. Monforts Maschinenfabrik in Mönchengladbach. Diese Firma entwickelte sich schnell zu einem der bedeutendsten Hersteller von Textilmaschinen. Im Jahre 1891 entwickelte Monforts die erste 24-walzige Rauhmaschine, die eine wesentliche Verbesserung des Rauhverfahrens brachte.

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  1. Dieser Text basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY 3.0 Unported. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, Änderungen wurden vorgenommen. ( Artikel Gerderath )
  1. Wikipedia, https://de.m.wikipedia.org. https://de.m.wikipedia.org, /wiki/Gerderath ( Stand August 2020)
  2. Leo Gillessen, Die Ortschaften des Kreises Heinsberg - Ihre Namen, Topographie und Geschichte. Schriftenreihe des Kreises Heinsberg, Band 7, Geilenkirchen, ISBN: 3-925620-13-3, 1993, Seite 61

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