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SV Immerath 1911 e.V.

Vereinsgeschichte des SV immerath 1911 e.V.

SV Immerath 1911 e.V. Vereinswappen

Gründung

“Der heutige Spielverein wurde am 15. April 1911 unter dem Namen Fußballklub Germania Immerath gegründet. Unter der Leitung von Anton Jansen fanden sich ein Dutzend junge tatkräftige Jungen zusammen, um das damals noch wenig bekannte Spiel mit dem Lederball zu beginnen. Auf einer Gründungsversammlung wurde Anton Jansen zum 1. Vorsitzender gewählt. Man erinnert sich noch gerne daran, dass der erste Lederball von der Schwester des Spielers Johann Speen aus Rheydt mitgebracht wurde, die als besondere Gönnerin dieses neuen Vereins galt. Die Platzfrage war besonders schwierig; denn hatte man glücklich die aus Bohnenstangen bestehenden Tore auf einem abgeernteten Stoppelacker aufgestellt, dann kam oft die Dorfpolizei und verjagte die Sportwilligen wieder.”1

Der Gründungsbericht gibt einen Hinweis darauf, wie schwierig die Anfänge des Fußballspiels auch in Immerath waren. Der Sport war gesellschaftlich nicht anerkannt. Das änderte sich in Immerath, als sich mit Pfarrer Hövels, eine Autorität im Dorf, für den Fußball interessierte. Durch seine Spende konnte nicht nur ein neuer Ball angeschafft werden, der Fußball wurde auch salonfähig im Dorf. Alle Unkosten, die einen Spielbetrieb ermöglichten, wurden in der Anfangsphase von den Spielern selbst aufgebracht.

Zur Gründungsmannschaft gehörten folgende Spieler: Heinrich Ryssen, Franz Andermahr, Lambert Mehl, August Mehl, August Müdders, Johann Klos, Johann Speen, Peter Krumm, Josef Krahe, Konrad Köpp, Johann Krahe.

Mannschaften aus früheren Tagen

Entwicklung bis zum Ende des 1. Weltkrieges

Schon bald spielte die 1. Mannschaft in der 1. Kreisklasse Mönchengladbach-Rheydt im Westdeutschen Spielerbund. Eine 2. Mannschaft, die sogenannte Bömmertermannschaft, wurde gegründet. Neben dem Fussball betrieb man noch den Turnsport und die Leichtathletik. Während des 1. Weltkrieges ruhte der Verein, weil die Mannschaftsmitglieder eingezogen waren. Erst im August 1918 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Einige Spieler hatten den Krieg nicht überlebt, so dass nur mit Hilfe von Spielwilligen aus Pesch wieder eine Mannschaft gebildet werden konnte.

Zwischen den Weltkriegen

Nach der Auflösung des Westdeutschen Spielerbundes spielte der Verein in der Deutschen Jugendkraft als DJK Immerath-Pesch. Die 1. Mannschaft gelangte in die Gauklasse, die höchste Klasse der DJK. Nach dem Verbot der DJK im Jahre 1933 schloss man sich gezwungenermaßen dem Westdeutschen Fußballverband an, was nicht von allen Mitgliedern gutgeheißen wurde. Der 2. Weltkrieg setzte dem Spielbetrieb, abgesehen von einer Jugendmannschaft, die anfangs noch spielen konnte, wieder ein Ende.

Nach dem 2. Weltkrieg

Schon in den ersten Monaten nach dem 2. Weltkrieg begann der Versuch, den Verein wieder auf die Beine zu stellen. Josef Ungerechts berief eine erste Vereinsversammlung im Vereinslokal Kaumanns ein, der bereits viele Sportbegeisterte beiwohnten. Der zerstörte Sportplatz wurde in Eigenregie mit viel Organisationstalent wiederhergestellt. Näherinnen flickten die Trikots; ein alter, häufig geflickter Lederball aus der Vorkriegszeit diente als Spielgerät; zu den Spielen fuhr man mit einem Holzkocherfahrzeug, einem LKW Andermahr (blauer Engel genannt), oder auf dem Pferdewagen.

Man spielte in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg in der 2. Kreisliga des Fußballkreises Erkelenz, stieg nach 12 Jahren in die 1. Kreisklasse auf, die aber leider nach einem Jahr wieder verlassen wurde. In den Jahren 1965 bis 1967 musste die Mannschaften auf Plätzen der umliegenden Ortschaften spielen, weil der Sportplatz neu gebaut wurde.

Die 70er Jahre waren die besten Jahre des Vereins. Nach dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse 1969 konnte diese Klasse 2 Jahre gehalten werden. Nach wechselhaften Folgejahren stieg die 1. Mannschaft in der Saison 1976/77 in die 1. Kreisklasse auf, in der sich Immerath 2 Jahre behauptete. 1981 gewann der Verein den Nierspokal. Allerdings erfolgten in den 80er Jahren dann auch wieder Abstiege in die unterste Kreisliga. Infolge guter Jugendarbeit in den 90er Jahren konnte die 1. Mannschaft 1993/94 in die 2. Kreisklasse aufsteigen. Seit 1996 spielt sie allerdings wieder in der 3. Kreisklasse.

Vor und nach der Umsiedlung

Ende des letzten Jahrtausends stand der Verein kurz vor der Auflösung. Er besaß nur noch 57 Mitglieder. Erst 2007 trug ein neuer Vorstand zum Wiederaufleben des Vereins bei. Eine Alte-Herren-Mannschaft sowie eine 2. Mannschaft und Jugendabteilung waren die Resultate von 3 Jahre harter Arbeit. Er sorgte auch dafür, dass der Verein im Umsiedlungsort ein neues Standbein erhielt. Das 100-jährige Bestehen des Vereins wurde unter hoher Beteiligung der Bevölkerung noch im alten Dorf gefeiert. Die Beteiligung zeigte, dass der Verein wieder großen Rückhalt in der Immerather Bevölkerung hatte.

Am 22. September 2012 erfolgte die Übergabe des Rasenplatzes am neuen Standort.2 Die Vereinsmitglieder bauten in Eigenleistung das Sportlerheim aus, das allen Mitgliedern zur Verfügung steht.3 Neben dem Rasenplatz steht dem Verein auch ein Ascheplatz und eine Turnhalle zur Verfügung.

Vorrangige Sportart ist heute nach wie vor der Fußball. Aber auch andere sportliche Tätigkeiten werden angeboten.

Turnhalle

Sportgruppen im Verein im Jahre 2019

Die 465 Mitglieder (Stand September 2019) betreiben im Bereich Fußball 2 Seniorenmannschaften, ein Alte-Herren-Mannschaft, eine Damenmannschaft, eine Freizeitmannschaft mit Borussia Bellinghoven und verschiedene Jugendmannschaften. Die Sportlinnen und Sportler betätigen sich aber auch in einer Drums-Alive-Gruppe, beim Kinderturnen, in Gymnastik- und Demenzsportgruppen.4

Bilder von Mannschaften findet man auf der Homepage des Vereins.

Bisherige 1. Vorsitzende

Anton Jansen, Heinrich Schüller, Jakob Mehl, Heinrich Helpenstein, Willi Coenen, Toni Köpp, Peter Seuren, Johan Oellers, Ludwig Voß, Heinz Mehl, Dr. Schmitz, Franz Klos, Damian Klos, Anton Hecker, Leo Esser, Hans Oellers, Manfred Jäger, Franz-Theo Schurf, Marko Temburg und Hans-Peter Hillekamps, Jörg Thiede.5

6
  1. http://svimmerath1911.de/verein/vereinsgeschichte/
  2. http://svimmerath1911.de/verein/sportanlage-am-acker/sportplatz/
  3. http://svimmerath1911.de/verein/vereinsgeschichte/
  4. http://svimmerath1911.de/sportabteilungen/, Stand 2019
  5. http://svimmerath1911.de/verein/vereinsgeschichte/
  6. Text von Regina Recker und Wolfgang Lothmann 2019 für den Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V.
  1. unbekannter Autor, http://svimmerath1911.de. 2019, /verein/vereinsgeschichte
  2. unbekannter Autor, http://svimmerath1911.de. 2019, /sportabteilungen

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