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Vorbemerkung
Seit 1990 stehen in Oberwestrich zwei Grabkreuze aus dem frühen 18. Jahrhundert. Sie stammen vom Friedhof in Bedburdyck, wo noch viele ähnliche Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert stehen. Die beiden Grabkreuze in Oberwestrich wurden gegenüber dem Dorfkreuz auf Privatgrund aufgestellt, als der ehemalige Kradepohlhof wieder aufgebaut wurde. Warum sie hierher kamen, ist nicht bekannt.
Aussehen
Beide Steine haben die gleiche Grundstruktur. Sie bestehen aus Sandstein, sind etwa 120 cm hoch und 60 cm breit. Auf der einen Seite befindet sich das Kreuzrelief eines lateinischen Kreuzes mit einem INRI-Inschriftenbalken. Neben dem Kreuz sind aber auch noch Leidenswerkzeuge wie Hammer, Zange, Lanzen und Dornenkrone zu sehen. Auf der anderen Seite befinden sich die Angaben zu dem oder den Verstorbenen. Auf dem rechten Kreuz ließen sich die Inschriften bis zum Jahre 2017 noch gut erkennen, bevor sie zunehmend wegen des weichen Liedberger Sandsteins verwitterten. Sie lauten für den oberen Teil:
1720 D 23 FEBRUARY
IST DER EHRSAME
JOHANNES FUNCKEN
IM H ENTSCHLAFEN
G. T. D. S.1
Dieser Grabstein wurde vorher allerdings noch für einen anderen Toten aus der Familie Funckell errichtet. Die untere Inschrift weist auf einen im August 1709 verstorbenen Menschen hin. Sie lautet:
1709 D 15
AUGUSTUS
STARB
HERMANUS
FUNCKEN
G • W • D • S • G • S2 3
Fußnoten:
- Gott tröste die Seele. Siehe: Blaesen, 1998, Seite 185 ↩︎
- In Anlehnung an andere Segenswünsche aus der Zeit könnte dies bedeuten: Gott wolle der Seele gnädig sein ↩︎
- Text von Wolfgang Lothmann 2026 für den Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V. ↩︎
- , Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V.. Band 17, 1998. Paul Blaesen: Zeichen am Wege - Dokumentation christlicher Kleindenkmäler der Stadt Erkelenz
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