Sie sind hier: Startseite» Borschemich (alt)» Kultur» sakrale Kunst» Sonstiges » Die Glocken von Sankt Martin Borschemich

Die Glocken von Sankt Martin Borschemich

Geschichte

Die Glocken der Sankt Martinuskirche in Borschemich haben eine wechselvoll Geschichte hinter sich. Im 20. Jahrhundert verbrauchten 2 Weltkrieg ungeheure Mengen an Gusseisen, so dass aus allen Kirchen des Umlandes, so auch in Borschemich, Glocken ausgebaut und wieder eingeschmolzen wurden. In Borschemich geschah dies zum ersten Mal 1917. Von den beiden vorhandenen Glocken wurde die größere mit einem Gewicht von 725 Kilogramm ausgebaut. Wegen ihres Alters blieb die kleinere hängen. Sie stammt aus dem Jahre 1464.1 1922 und 1925 erhielt die Kirche allerdings neue Glocken, die aber 1939 wieder eingeschmolzen wurden.

1952 erhielt die kleine Martinusglocke aus dem 15. Jahrhundert wieder eine Schwester, die Johannesglocke. Sie wurde von den Geschwistern Speen gespendet und stammt aus dem Jahre 1880. Eine dritte Glocke wurde der Kirche 1958 durch Theodor Statz und Franz Schommertz gespendet. Sie ist dem Papst Pius X. geweiht.

Neben dem Glockendreiklang, der das Tedeum-Motiv läutet, ruft eine Sterbeglocke aus dem Jahre 1583 die Gläubigen zum Totengebet und Versehgang.

Nach der Entwidmung der Pfarrkirche in Borschemich (alt) wurde alle Glocken im Turm der neuen Kapelle eingebaut.

Das Geläut der Glocken kann hier vernommen werden.

Daten

Martinusglocke

Jahr: 1464

© Wolfgang Lothmann | WOFGANG LOTHMANN | Martinusglocke

Gewicht: 953 kg
Durchmesser: 55 cm
Schlagton: as‘
Gießer: Jakob von Venraide
Beschreibung: Eine Seite enthält den Mantel teilenden Martin, die andere Seite die Ansicht der alten Kirche, die sich aber nur im nassen Zustand erkennen lässt.

Johannesglocke

Jahr: 1880

WOFGANG LOTHMANN | Johannesglocke

Gewicht: 1106 kg
Durchmesser: 80 cm
Schlagton: f‘
Gießer: Rudolf Edelbrock, Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher

 

Glocke Pius X.

Jahr: 1958

WOFGANG LOTHMANN | Glocke Pius X
WOFGANG LOTHMANN | Glocke Pius X

Gewicht: 852 kg
Durchmesser: 38 cm
Schlagton: b‘
Gießer: Hans Huesker, Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher
Beschreibung: Der Mantel teilende Martinus schmückt eine Seite.

Sterbeglocke

Jahr: 1583

© Wolfgang Lothmann | WOFGANG LOTHMANN | Sterbeglocke
WOFGANG LOTHMANN | Sterbeglocke

Gewicht: 75 kg
Durchmesser: 7,5 cm
Schlagton: c“
Gießer: evtl. von Johann von Coellen2

  1. siehe: Heinrich Goebels: Borschemich – Geschichte und Geschichten.  1636 – 1986, a. a. O., Seite 82
  2. Text von Wolfgang Lothmann 2020 für den Heimatverein der Erkelenzer Lande e. V.
  1. Heinrich Goebels, Borschemich - Geschichte und Geschichten. Festbuch zum 350-jährigen Bestehen der St. Martinus-Schützenbruderschaft. Jüchen, 1986, Seite 82 ff.

Wenn Sie uns Feedback zu diesem Artikel senden möchten, nutzen Sie bitte dieses Kontaktformular:

* Pflichtfeld

Sankt Martinus Borschemich (alt)

Die neugotische Kirche diente den Borschemichern bis zu ihrem Abriss über 100 Jahre als Pfarrkirche. MEHR

k.A. 12. Jhrd. bis 2016 Objekt/Bauwerk

Die Glocken in Heilig-Kreuz Keyenberg

Drei Glocken künden den Einwohnern von Keyenberg die Tageszeiten und die Einladungen zu Gottesdiensten ... MEHR

k.A. 1455 bis 2018 Objekt/Bauwerk
Heimatverein Das Team Sponsoren Datenschutz Impressum Kontakt