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Die Glocken in Heilig-Kreuz Keyenberg

Entstehung

Im Turm der Kirche hängen drei Glocken, die im Te-Deum-Motiv weithin hörbar sind.
Bis 1899 hingen im Turm drei Jahrhunderte alte Glocken:
1. MARIA VOCOR; ANNO MCCCCL V. JOHAN ONDE JACOB KLOCKENGETER (Maria werde ich genannt, Im Jahre 1455. Johann und Jakob Glockengießer)

2. MARIA ENT JAER ONS HEREN MCCCC EN LXIII. JACOB KLOKGETER. (1464 gegossen)

3. ST.URBANUS, PAPA ET MARTYR. TINNIO CHRISTICOLAE PRECIBUS SIGNA DIURNIS, COMPULSO MISSIS, FLEO FUNERA, CONSONO FESTIS ANNO 1648 (St. Urbanus, Papst und Märtyrer. Ich läute zu den täglichen Gebeten eines (jeden) Christen, läute zu den Messen, weine bei Begräbnissen und erklinge an Festtagen. 1948)
Die beiden letzten Glocken wurden 1899 umgegossen, weil sie teilweise gesprungen waren.
1863 wurde eine Reparatur und Umhängung der beiden größten Glocken notwendig. Im Jahre 1872 war eine Glocke durch einen Riss unbrauchbar geworden.
Erst im April 1899 ersuchte Pfarrer Römer die erzbischöfliche Behörde, zwei Glocken an den Glockengießer zu verkaufen und aus dem Erlös und weiteren Spenden zwei neue Glocken gießen zu lassen. Die Genehmigung erging und bereits im Herbst 1899 konnten die neuen Glocken geweiht werden.
Im Ersten Weltkrieg konfiszierten die Behörden beiden neuen Glocken. Sie wurden eingeschmolzen. Die nach dem Kriege angeschafften Ersatzglocken passten melodisch nicht gut zusammen. So wurde eine 1957 verkauft und durch eine neue ersetzt.

Aufbau

© Wolfgang Lothmann | Wolfgang Lozthmann | Marienglocke in Heilig-Kreuz Keyenberg

 

 

Marienglocke von 1455: Sie wiegt 810 kg und hat einen Durchmesser von 1,10 m. Disposition: „fis“

 

 

 

 

© Wolfgang Lothmann | Wolfgang Lozthmann | Heilig Kreuz Keyenberg

 

Die Urbanus-Glocke von 1922: Disposition „gis“. Sie wurde in der Gießerei der Firma Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher erstellt.

 

 

 

 

 

© Wolfgang Lothmann | Wolfgang Lozthmann | Heilig Kreuz Keyenberg

 

Sebastianusglocke: Sie wiegt 1450 kg und hat einen Durchmesser von 132 cm. Ihre Inschrift lautet: „BELLO COMMINUTA IN PACE RENOVATA“ (Im Kriege vernichtet, im Frieden erneuert.) Sie ist auf „dis“ disponiert und wurde von der Firma Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen.

 

 

Besonderheiten

Im Ersten Weltkrieg wurden zwei Glocken requiriert. Allerdings schenkte dem Pastor Römer die Gemeinde zu seinem 40. Priesterjubiläum 1922 eine Glocke aus der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock. 1932 wurde auch die zweite Glocke ersetzt.

  1. Rainer Merkens, Hans-Josef Pisters, Pfarrkirche und Gemeinde Heilig-Kreuz in Keyenberg. Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e. V. Band 28, Neustadt an der Aisch, ISBN: 978-3-9815182-5-2, 2014, Seite 98 - 103

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