Der Bahnhof

Immerath

Die Bahnlinie Mönchengladbach – Stolberg

Die Bahnlinie Mönchengladbach – Stolberg wurde von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft errichtet und abschnittsweise zwischen 1870 und 1875 eröffnet. Für die Gemeinde Immerath ist die Eröffnung der Teilstrecke Odenkirchen – Jülich bedeutsam, die am 1. Oktober 1873 erfolgte und durch Immerather Gebiet verlief.

© Von OpenStreetMap contributors - openstreetmap.org from the OpenStreetMap Germany/Railways project., CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7817759 | DB 2571, Stolberg - Hochneukirch
DB 2571, Stolberg – Hochneukirch. Aus: Von OpenStreetMap contributors – openstreetmap.org from the OpenStreetMap Germany/Railways project., CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7817759

Eisenbahn bedeutete Wirtschaftsentwicklung

Am Beispiel Otzenrath konnte die Immerather Bürgermeisterei erkennen, wie die Entwicklung der Eisenbahnlinien mit der Ansiedlung von Wirtschaftsbetrieben einherging. Otzenrath besaß seit Inbetriebnahme einen Bahnhof. In den Folgejahren siedelten sich dort mehrere Industriebetriebe an. So beantragten die Gemeinden Jackerath und Immerath im Jahre 1906 einen gemeinsamen Bahnhof auf dieser Strecke bei der königlichen Eisenbahndirektion Cöln. Er sollte an der Grenze der Gemeinde Immerath in der Nähe der Windmühle erbaut werden. Dem Antrag wurde entsprochen allerdings unter der Auflage, dass die Gemeinden den Grund und Boden zur Verfügung stellten. Dem stimmten die Gemeinden zu. Der Bahnhof wurde zu einem Preis von 6650,29 Mark erbaut. Die Kosten teilten sich die beiden Gemeinden.

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Das ursprüngliche Aussehen des Bahnhofs mit der Windmühle auf einer Ansichtskarte.

Am 1. Juni 1909 wurde der Bahnhof eröffnet.

Aus den Chroniken der Bürgermeisterei geht hervor, dass sich der Bahnhof sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr als vorteilhaft erwies. Allerdings bezog sich der Güterverkehr vorwiegend auf landwirtschaftliche Güter. Der Bahnhof bewirkte allerdings keine Ansiedlung von Industriebetrieben in größerem Stil.

© CC BY-SA 3.0 | Benedikt Dohmen | Triebwagen 795-3
Schienenbus zur Personenbeförderung. Von Benedikt Dohmen (user: Benedictus), Archiv-Nr. 116/35 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1525491

Nach der Besetzung des Rheinlands durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurde ab März 1945 der Betrieb der Strecke wiederaufgenommen. 1949 ging der Betrieb an die neugegründete Deutsche Bundesbahn über. Die Strecke wurde nicht elektrifiziert. Es verkehrten dampfbetriebene Züge im Güterverkehr und Schienenbusse im Personenverkehr.

 

 

 

 

 

Am 31. Mai 1980 wurde die Bahnstrecke für den Personenverkehr, am 1. Juni 1984 der Güterverkehr von Ameln nach Hochneukirch  eingestellt. Dadurch entfiel die Funktion des Bahnhofs, er wurde an einen Privatmann verkauft.

Nach dem Abriss der Windmühle von Immerath (2019) wird auch der ehemalige Bahnhof bald dem Bagger zum Opfer fallen.

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  1. Wikipedia, https://de.m.wikipedia.org. https://de.m.wikipedia.org, /wiki/Bahnstrecke_Mönchengladbach–Stolberg#Bahnhof_Immerath
  2. Peter Staatz, Geschichte im Schatten von St. Lambertus Immerath, Lützerath, Pesch von den Anfängen bis zur Umsiedlung. Mit einem Beitrag von Carlo Clauth.. Essen, ISBN: 978-3-8375-1489-6, 2017, Seite 86 und 207

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