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Orgel

Entstehung

Nach dreijähriger Bauzeit stellte die Firma Georg Stahlhuth & Co.m.b.H. aus Aachen 1886 die Orgel der Heilig-Kreuz-Kirche in Keyenberg fertig. Nach Aussagen der Firma ist diese Orgel eine der ältesten, die sie baute. In der Beilage zu einem Konzert 1992 heißt es zur Entstehung der Orgel:

„Nachdem im Jahre 1886 die Vorgängerorgel nicht mehr funktionsfähig war, hieß es in einem Gesuch an den königlichen Kommissar, dem ein Kostenvoranschlag des Orgelbauers Stahlhuth über 8.333,- DM1 beilag: „Schon länger als 30 Jahre hatte der Kirchenvorstand mit der Gemeinde das Bedürfnis empfunden, an Stelle der nicht mehr reparaturfähigen alten Kirchenorgel eine neue zu besitzen.“ Als Ersatz wurde zunächst ein Harmonium beschafft. Mit dem Neubau wurde der Orgelbauer Stahlhuth aus Aachen beauftragt. Dieser lieferte 1886 für 8.723,- DM2 die bis auf den heutigen Tag fast unversehrt erhaltene Schleifladenorgel mit mechanischer Traktatur, die 19 Register auf 2 Manualen und Pedal besitzt. Anläßlich des hundertsten Geburtstags der Orgel im Jahre 1986 fand eine Generalüberholung statt, die die Firma Stahlhuth übernahm.“3

Aufbau

Die vollmechanische und mit Schleifläden versehene Orgel ist in ihrer Substanz noch fast vollständig erhalten. Sie verfügt über 2 Manuale (4 ½ Oktaven) und 1 Pedal und besitzt 19 Register.

Die Prospektseite ist aus Eichenholz, Rücken und Dach aus Tannenholz. Die Orgel ist 3,72 m breit und 2,79 m tief.

Besonderheiten

Die Orgel wurde gestiftet und kostete 1886 8.723,– Mark.
Im ersten Weltkrieg entfernte man die aus 14-lötigem (87,5 %) Zinn bestehenden Projektpfeifen, weil das Material zur Waffenherstellung gebraucht wurde. Die jetzigen Projektpfeifen sind aus Zink.
Heute wird die Orgel elektrisch betrieben. Der Magazinbalg mit zwei Schöpfern, der ursprünglich die Luft für die Pfeifen erzeugte, ist aber noch vorhanden und funktioniert auch noch, wenn der Strom einmal ausfallen sollte. Es konnte vorkommen, dass die Balgtreter während der Predigt einschliefen. Aus diesem Grunde hatte die Firma Stahlhuth eine Calcantenglocke eingearbeitet, die die Balgtreter rechtzeitig weckten.

Text von Wolfgang Lothmann

 

 

 

 

 

  1. Der Begriff „DM“ ist hier sicherlich durch Mark zu ersetzen. Das ist bestimmt ein Freudscher Fehler.
  2. siehe oben
  3. Programmheft zum Orgelkonzert in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Keyenberg am 19.06.1992, Rückseite
  1. Rainer Merkens, Hans-Josef Pisters, Pfarrkirche und Gemeinde Heilig-Kreuz in Keyenberg. Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e. V. Band 28, Neustadt an der Aisch, ISBN: 978-3-9815182-5-2, 2014, Seite 94 bis 97

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