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Hochaltar in Heilig-Kreuz Keyenberg

Geschichte

© © Wolfgang Lothmann | Wolfgang Lothmann | Heilig Kreuz Keyenberg Einrichtung
Hochaltar zur Weihnachtszeit.

 

Der Hochaltar wurde von 1867 – 1872 nach den Plänen des Dombaumeisters des Stephansdoms in Wien, Professor Freiherr von Schmidt errichtet. Dabei fertigte der Aachener Bildhauer J. P. Sarter beide Teile und den Sockel des Altaraufsatzes aus französischem weißen Sandstein. Die ursprünglich aus Holz bestehende Tabernakeltür gestaltete 1867 der Schreiner Dormans. Die Vergoldungen der Tür stammen vom Stiftsgoldschmied Martin Vogeno, die Tabernakeltürbeschläge vom Aachener Schlosser Esser.

1869 – 1872 errichteten die Gebrüder Mengelberg aus Aachen, Köln und Utrecht unter Mitwirkung des Bildhauers Gottfried Götting aus Aachen und des Malers Alexius Kleinertz aus Köln den Altarschrein.

Am 17. November 1867 wurde sofort nach ihrer Fertigstellung die Mensa von Pfarrer Hammels und am 1. September 1868 vom Kölner Weihbischof der Gesamtbau eingesegnet.

 

 

Aufbau

© Wolfgang Lothmann 2017 | Wolfgang Lothmann | Heilig Kreuz Keyenberg Einrichtung

Der Altartisch besteht aus einer von vier Säulen getragenen, nach vorne offenen Mensa. Sie ist als Grab Christi mit einer nahezu lebensgroßen Christusfigur gestaltet. Über dem Tisch dient eine einfache Predella (meist hölzerner flacher Sockel auf der Altarmensa) als Sockel für den hölzernen Altarschrein. Im Schrein stehen beiderseits der Aussetzungsnische Göttings Figurengruppen der Kreuzauffindung und Kreuzerhöhung. An den äußeren Ecken des Altarschreins bewachen ihn zwei Engel. Als Dach erheben sich reich verzierte gotische Zinnen. Auf der Zinne über der Aussetzungsnische tront ein Pelikan.

Zwischen Predella und Altarschrein steht über die gesamte Altarbreite der Spruch „Christus ist gestorben u. auferstanden, dass er herrsche über die Todten und Lebendigen.“

Rechts und links neben Kreuzauffindung und Kreuzerhöhung befinden sich Holztafeln mit Heiligenfiguren. Sie waren ursprünglich nicht im Entwurf von Professor Schmidt vorgesehen. Sie enthalten die Darstellungen der heiligen Urbanus I., Sebastianus, Suitbertus, Gregor v. Sp. (vielleicht die Abkürzung für Spoieto), Franz Xaver und Catharina. Zur Fastenzeit werden die Tafeln eingeschoben und verdecken den Altarschrein.

Auf der Rückseite befindet sich eine in Holz gefasste Steintafel, auf der in roten Buchstaben ein Chronogramm bilden, dessen Zusammensetzung das Jahr 1872, das Jahr der endgültigen Fertigstellung, ergibt. Die Tafel enthält folgenden Spruch: „Zu des heiligen Kreuzes Lobe errichtet durch Liebesgaben freigebiger Pfarrkinder“

© Wolfgang Lothmann 2017 | Wolfgang Lothmann | Heilig Kreuz Keyenberg Spendenstein

  1. Rainer Merkens, Hans-Josef Pisters, Pfarrkirche und Gemeinde Heilig-Kreuz in Keyenberg. Schriftenreihe des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e. V. Band 28, Neustadt an der Aisch, ISBN: 978-3-9815182-5-2, 2014, Seite 71 - 74

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